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22.01.2013

19:40 Uhr

Weltwirtschaftsforum

WEF-Präsident Schwab ruft zu mehr Optimismus auf

Der Präsident des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, hofft auf mehr Zuversicht bei der Bewältigung der Schuldkrise. Bei internationalen Unternehmen aber nimmt die Unsicherheit zu.

Klaus Schwab: Mit Leidenschaft und Dynamik an der Bewältigung der Folgen der Schuldenkrise arbeiten. Reuters

Klaus Schwab: Mit Leidenschaft und Dynamik an der Bewältigung der Folgen der Schuldenkrise arbeiten.

Genf/DavosAm Vorabend des diesjährigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos hat dessen Präsident Klaus Schwab Politiker und Manager zu mehr Optimismus und Zuversicht aufgerufen. Es gelte, mit Leidenschaft und Dynamik an der Bewältigung der Folgen der Schuldenkrise zu arbeiten, erklärte der deutsche Gründer des Forums am Dienstagabend in Davos in einer Grußansprache für die rund 2500 Teilnehmer.

Trotz aller Anstrengungen zur Überwindung der Schuldenkrisen in Europa und den USA wächst einer Studie zufolge bei internationalen Unternehmen aber wieder die Unsicherheit. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PwC) sind nur noch 36 Prozent der Konzernchefs „sehr zuversichtlich“ hinsichtlich der Wachstumsaussichten ihrer Unternehmen für das laufende Jahr. 2012 hatten dies bei der traditionellen PwC-Umfrage vor dem Weltwirtschaftsforum noch 40 Prozent der befragten Wirtschaftslenker angegeben, 2011 waren es sogar 48 Prozent.

Wer alles nach Davos reist

World Economic Forum

Etwa 2500 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft versammeln sich in Davos. Sie diskutieren über globale Trends, sei es in der Finanzbranche oder der IT-Welt. Auch (entwicklungs)politische Themen stehen zahlreich auf der Tagesordnung.

Internationale Organisationen

Joaquin Almunia (EU-Wettbewerbskommissar), Jörg Asmussen (EZB-Direktor), Ban Ki Moon (Generalsekretär Vereinte Nationen), Ángel Gurría (Generalsekretär OECD), Maria van der Hoeven (Exekutiv-Direktorin Internationale Energie-Agentur), Wener Hoyer (Präsident Europäische Investitionsbank), Jim Yong Kim (Weltbank-Präsident), Christine Lagarde (IWF-Chefin), Pascal Lamy (WTO-Generaldirektor), Günther Oettinger (EU-Energiekommissar), Klaus Regling (ESM-Chef), Olli Rehn (EU-Währungskommissar)

Staats- und Regierungschefs

Europa

David Cameron (Premierminister UK), Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Dmitri Medwedew (Premierminister Russland), Mario Monti (Ministerpräsident Italien), Helle Thorning-Schmidt (Ministerpräsidentin Dänemark), Fredrik Reinfeld (Premierminister Schweden), Jens Stoltenberg (Ministerpräsident Norwegen), Donald Tusk (Ministerpräsident Polen)

Süd-/Mittelamerika

Laura Chinchilla (Präsidentin Costa Rica), Laurent Salvador Lamothe (Ministerpräsident Haiti), Otto Pérez Molina (Präsident Guatemala)

Afrika

Alpha Condé (Präsident Guinea), Goodluck Eble Jonathan (Präsident Nigeria), Paul Kagame (Präsident Ruanada), Raila Odinga (Premierminister Kenia), Jacob G. Zuma (Präsident Südafrika)

Naher Osten / Asien

Abdulla II (König von Jordanien), Schimon Peres (Präsident Israel), Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabr Al-Thani (Premierminister Katar)

Unternehmen – Vorstandschefs (Auswahl)

Frank Appel (Deutsche Post), Lloyd Blankfein (Goldman Sachs), Kurt Bock (BASF), Marijn Dekkers (Bayer), Thomas Enders (EADS), Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Reto Francioni (Deutsche Börse), Christoph Franz (Lufthansa), Carlos Ghosn (Renault-Nissan), James Gorman (Morgan Stanley), Hugh Grant (Monsanto), Heinrich Hiesinger (Thyssen-Krupp), Klaus Kleinfeld (Alcoa), Andrew Liveris (Dow Chemical), Peter Löscher (Siemens), Marissa Mayer (Yahoo), Brian Moynihan (Bank of America), Indira Nooyi (Pepsi), Irene Rosenfeld (Kraft Foods), Kasper Rorsted (Henkel), Peter Terium (RWE), Peter Voser (Royal Dutch Shell), Martin Winterkorn (Volkswagen)

Wissenschaft

Lee C. Bollinger (Präsident Columbia-Universität New York), Daniel Kahnemann (Psychologie-Professor Princeton), Kenneth Rogoff (Ökonom Harvard), Nouriel Roubini (Ökonom New York University), Robert J. Shiller (Ökonom Yale), Joseph E. Stiglitz (Ökonom, Columbia), Lawrence H. Summers (Ökonom Harvard)

Die 43. WEF-Jahrestagung (23.-27.1.) steht unter dem Motto „Widerstandsfähige Dynamik“. Der Slogan soll laut Schwab verdeutlichen, das Wachstum Dynamik und zugleich sei eine größere Widerstandskraft erfordere, um plötzliche wirtschaftliche wie klimabedingten Schocks überstehen zu können.

Fast 50 Staats- und Regierungschefs haben sich zu dem Treffen in Davos angesagt, das an diesem Mittwoch beginnt. Unter ihnen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premierminister David Cameron. Sie gehören, wie die Regierungschefs Russlands, Dmitri Medwedew, und Italiens, Mario Monti, zu den Hauptrednern.

World Economic Forum: Die globale Selbsthilfe-Gruppe

World Economic Forum

Die globale Selbsthilfe-Gruppe

Doch vieles deutet daraufhin, dass ein anderes Thema als geplant das Treffen dominiert.

Prominente Debattenteilnehmern sind auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Obwohl sich die Probleme der Eurozone in letzter Zeit etwas abgeschwächt haben, gehört die Staatsschuldenkrise in Europa und auch in den USA erneut zu den vorrangigen Themen. Auch zum Krieg in Syrien und dem Kampf gegen islamistische Extremisten in Mali wollen sich die Forumsteilnehmer austauschen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Tabu

22.01.2013, 19:59 Uhr

Der Slogan vor dem Untergang des Finanzsystems: Wir überwinden die Schuldenkrise mit viel Optimismus!!!!

Die Propagandamaschine läuft zu Höchstform auf.

keeper

23.01.2013, 01:41 Uhr

Ja: Propaganda und Nebelkerzen.

"Trotz aller Anstrengungen zur Überwindung der Schuldenkrisen in Europa und den USA wächst einer Studie zufolge bei internationalen Unternehmen aber wieder die Unsicherheit."

Welche Anstrengungen?
Jene, die Ursache der Krise zu verschleiern?

... davon hat die Nachfrageseite auch nicht mehr konsumierbares Einkommen.

"kickin' the can" via Inflationierung der Schulden bringt auch nur etwas Zeitgewinn.

Ursache der Krise ist die Ungleichverteilung des Produktivkapitals: wenn einem alles, und den anderen nichts gehört, dann geht eben nur noch "Monopoly mit Anschreibenlassen".

Die "Überschuldung" ist das logische Resultat - des Pudels Kern ist jedoch die Ungleichverteilung.

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