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11.11.2013

14:58 Uhr

Wenn sich Kabinette aufblähen

Absurde Ministerposten

Legendär ist Monty Phytons „Ministry of silly walks“. Einen Minister für alberne Gänge wird es in Berlin nicht geben, doch auch Schwarz-Rot denkt über neue Posten nach. Im Ausland hat es schon skurrile Auswüchse gegeben.

Im Jahr 1970 erdachte „Monthy Python“ in einem Sketch das „Ministerium der albernen Gänge“: Auch in Berlin könnte es bald absurde Posten geben.

Im Jahr 1970 erdachte „Monthy Python“ in einem Sketch das „Ministerium der albernen Gänge“: Auch in Berlin könnte es bald absurde Posten geben.

Werden die Koalitionäre von CDU, CSU und SPD direkt gefragt, geht es natürlich nur um Inhalte. Posten und Pöstchen? Alles viel zu früh. Dabei wird hinter verschlossenen Türen längst auch um den Zuschnitt und das Personal einer Großen Koalition gerungen.

Nun wurde bekannt, dass SPD-Chef Sigmar Gabriel Vizekanzler werden soll und auf ein Ressort schielt, das die Bereiche Wirtschaft und Energie abdeckt. Ein eigenes Energiewendeministerium – darüber wird schon länger spekuliert, seit es in der schwarz-gelben Regierung beim Thema Energiewende zu einem unschönen Kompetenz-Dreikampf von Umwelt-, Wirtschafts- und Bauministerium gekommen war.

In den Bereich des Möglichen gerückt ist auch ein eigenes Integrationsministerium, herausgelöst aus dem Innenministerium. Ein eigenes Internetministerium scheint dagegen trotz NSA-Affäre noch nicht mehrheitsfähig. Zur Disposition steht dagegen das Entwicklungsministerium, das dem Außenministerium angeschlossen werden könnte.

Unter Schwarz-Gelb teilten sich 15 Minister die Regierungsgeschäfte. Noch steht nicht fest, wie viele es dieses Mal werden. Immerhin fordert die SPD, mindestens sieben bis acht Ministerien zu besetzen.

Wie viele Minister braucht ein Kabinett? An den Tisch in Berlin würden jedenfalls noch mehr Platz finden. dpa

Wie viele Minister braucht ein Kabinett? An den Tisch in Berlin würden jedenfalls noch mehr Platz finden.

Ein aufgeblähtes Kabinett – einige unserer Nachbarn hat dieses Schicksal schon längst ereilt. Dort endeten Regierungsgespräche nach den Wahlen mit teilweise absurden Ergebnissen und verrückten Auswüchsen. So ist die Situation in anderen europäischen Ländern:

Kommentare (14)

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Numismatiker

11.11.2013, 15:08 Uhr

Fremdes Geld ist immer schnell ausgegeben, insbesondere das Geld des Steuerzahlers, denn der MUSS ja schließlich zahlen.

Pequod

11.11.2013, 15:46 Uhr

So hätte ein 'Ministry of silly Ministers' zum Ein-
dampfen der deutschen Exporte, nach den Vorstellungen
eines Olli Rehn, beste Chancen ein übergreifendes
Ministerium zur Animal Farm in Brüssel zu werden.

Nettie

11.11.2013, 16:10 Uhr

Bürokratie (bzw. Politik) kommen in der derzeitigen Form nun mal weitgehend einem sich selbst erhaltenden System gleich; d.h. es liegt in ihrer Natur, immer neue Auswüchse zu generieren, da Außenstehende keine wirksame Handhabe haben, sie auf ein sinnvolles Maß zu stutzen. Und diejenigen, die "drin" sind, werden den Teufel tun und den Ast, auf dem sie sitzen (und von dem aus sie Macht und Einfluss ausüben können) abzusägen.

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