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25.09.2014

19:59 Uhr

Westafrika schlägt Alarm

„Ebola-Krise größte Herausforderung aller Zeiten“

Die Ebola-Hilfe kommt in Gang. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schlug die Einrichtung einer Bereitschaftstruppe von Ärzten vor. In Deutschland meldeten sich tausende Zivilisten und Soldaten als Helfer.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würde gern über die Ebola-Epidemie hinaus eine UN-Bereitschaftstruppe von Ärzten einrichten. dpa

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würde gern über die Ebola-Epidemie hinaus eine UN-Bereitschaftstruppe von Ärzten einrichten.

New YorkUS-Präsident Barack Obama hat die Ebola-Epidemie in Westafrika als „wachsende Gefahr für die regionale und globale Sicherheit“ bezeichnet. „Wenn es je einen Gesundheitsnotfall gegeben hat, der eine starke und koordinierte internationale Antwort verlangt hat, dann ist es dieser“, sagte Obama am Donnerstag am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York bei einem von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon organisierten hochrangigen Treffen. Ban schlug vor, über diese Epidemie hinaus eine UN-Bereitschaftstruppe von Ärzten einzurichten. „Genau wie unsere Truppen mit blauen Helmen dazu beitragen, dass die Menschen sicher sind, könnte ein Team in weißen Kitteln dazu beitragen, dass die Menschen gesund sind.“

Die Staatsoberhäupter der betroffenen Länder in Westafrika wandten sich mit bewegenden Appellen an die Vereinten Nationen. Die Epidemie sei wohl die „größte Herausforderung aller Zeiten“ für ihr Land, sagte die per Video zugeschaltete Präsidentin Liberias, Ellen Johnson-Sirleaf. „Das schlimmste Szenario ist, dass mehr als 100 000 unserer Landsleute sterben werden durch eine Krankheit, die sie nicht verursacht haben und die sie nicht verstehen.“ Der ebenfalls per Video zugeschaltete Präsident von Sierra Leone, Ernest Bai Koroma, nannte Ebola „schlimmer als Terrorismus“.

Die Europäische Union versprach weitere 30 Millionen Euro im Kampf gegen Ebola. Damit steige die Gesamtsumme des bislang von der EU zur Verfügung gestellten Geldes auf 180 Millionen Euro, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bei dem Treffen. Die Weltbank will ihre finanzielle Unterstützung auf 400 Millionen Dollar (rund 312 Millionen Euro) ausbauen.

In Deutschland meldeten sich rund 4500 Bundeswehrsoldaten und Zivilisten innerhalb von drei Tagen freiwillig für Einsätze in den Ebola-Gebieten. Das berichtete Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei ihrem Irak-Besuch in Erbil. Etwa 70 Prozent der Freiwilligen kämen aus der Bundeswehr oder seien Reservisten, bei 30 Prozent handele es sich um Zivilisten. „Angesichts der unglaublich großen Zahl bin ich einfach überwältigt und bewegt“, sagte die Ministerin. Unter den Freiwilligen seien Ärzte und Techniker. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte in Berlin, dass noch „dringend freiwillige Helfer für den Aufbau der Krankenstationen“ gebraucht werden.

Die sieben großen Industrienationen (G7) wollen eine Art Rettungskette für internationale Helfer aufbauen, die sich in Westafrika mit dem Ebola-Erreger infizieren. Dies geht aus der Abschlusserklärung zu einem Treffen der G7-Außenminister am Donnerstag in New York hervor. Nach Angaben aus Delegationskreisen sollen Helfer eine Garantie bekommen, bei einer Infektion ausgeflogen und behandelt zu werden. Die G7-Staaten USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Frankreich, Italien und Deutschland äußerten sich „zutiefst besorgt“. Die Epidemie müsse eingedämmt werden, ohne die betroffenen Länder zu isolieren.

Kommentare (1)

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Herr Woifi Fischer

26.09.2014, 09:35 Uhr

Ebola-Krise größte Herausforderung aller Zeiten“

Dies ist eine weitere Steigerung auf einer langen Liste von Epidemien.
Da wäre der Rinderwahnsinn (von dem hört man heute nichts mehr),
Da wäre AIDS, nicht mehr so wichtig,
Da wäre noch die Vogelgrippe, hört man heute nichts mehr.

Alle diese dies Krankheiten müssen doch einen Verursacher haben, darüber schweigt sich Herr UN-Generalsekretär Ban Ki Moondie aus.

Man hat den Eindruck, hier geht es nur noch um noch mehr Geld für die US-Pharmaindustrie in den USA, den diese haben ein noch nicht erprobtes Medikament, dass an zwei US-Bürgern erfolgreich eingesetzt wurde.

Was wissen die USA über EBOLA, und die Entstehung?

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