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20.12.2014

16:17 Uhr

Westafrika

Zahl der Ebola-Toten auf 7373 gestiegen

Die Seuche breitet sich weiter aus, über 19.000 Menschen haben sich bisher infiziert: Die Weltgesundheitsorganisation hat neue Zahlen zu Ebola veröffentlicht. Laut Experten liegt die Dunkelziffer aber noch weit höher.

Ein Ebola-Behandlungszentrum in Freetown: Die Regierung meldet trotz höherer Infiziertenzahl mit 2477 weniger Tote als das benachbarte Liberia. AFP

Ein Ebola-Behandlungszentrum in Freetown: Die Regierung meldet trotz höherer Infiziertenzahl mit 2477 weniger Tote als das benachbarte Liberia.

GenfDie Zahl der Ebola-Toten in Westafrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf 7373 angestiegen. Damit sind binnen knapp einer Woche über 100 Menschen mehr an der Seuche gestorben als eine Woche zuvor. Bislang hat die WHO nach den Angaben vom Samstag über 19.000 Infizierte registriert. Die meisten Fälle wurden aus Sierra Leone (8759) gemeldet, gefolgt von Liberia (7819).

Allerdings meldete die Regierung in Freetown trotz höherer Infiziertenzahl mit 2477 weniger Tote als das benachbarte Liberia, wo nach amtlichen Angaben 3346 Menschen der Krankheit erlagen. Experten zweifeln daher die Zuverlässigkeit der Zahlen an und vermuten eine hohe Dunkelziffer.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Die Regierung des am stärksten betroffenen Sierra Leone hat in dieser Woche Maßnahmen verfügt, um die Seuche einzudämmen. So wurden vor den Weihnachtsfeiertagen Reisebeschränkungen und strikte Vorgaben für öffentliche Versammlungen erlassen.

Von

rtr

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