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19.12.2014

10:33 Uhr

Westen setzt Sanktionspolitik fort

Wirtschaft fürchtet Einbruch der Russland-Exporte

EU und USA setzen weiter auf Sanktionen gegen Russland. Außenminister Lawrow warnt vor einer langfristigen Verschlechterung der Beziehungen. Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft fürchtet den schwachen Rubel.

Eckhard Cordes, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, fürchtet die Folgen der russischen Krise für das Export-Geschäft. dapd

Eckhard Cordes, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, fürchtet die Folgen der russischen Krise für das Export-Geschäft.

BerlinDer Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, geht von einem weiteren Rückgang der Exporte nach Russland infolge der russischen Wirtschaftskrise aus. „Ich erwarte, dass die Exporte bis Jahresende 2014 um 20 Prozent zurückgehen“, sagte Cordes im Deutschlandfunk. Bereits im Herbst habe das Minus bei 17 bis 18 Prozent gelegen. „Und wenn dieser schwache Rubelkurs anhält und die wirtschaftliche Entwicklung nicht hochkommt – und davon müssen wir ausgehen – wird sich das im nächsten Jahr auch nicht verbessern“, sagte Cordes.

Nach Zahlen des Statistisches Bundesamtes hatten die deutschen Ausfuhren nach Russland in den ersten acht Monaten des Jahres einen Wert von 20,3 Milliarden Euro erreicht – das war ein Minus von 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Cordes warnte vor einer weiteren Verschärfung der westlichen Sanktionen. „Die Sanktionen werden nach meiner Überzeugung auch mittelfristig keinen wirklichen Effekt haben im Sinne der erwünschten Zielsetzung“, sagte er.

Fragen und Antworten zu Sanktionen gegen Russland

Auf welche Sanktionen müssen sich Unternehmen einstellen?

Die EU diskutiert bislang über eine mögliche Einschränkung für Rüstungsausfuhren sowie für Exporte von Hochtechnologie für den Energiebereich. Offen ist, was damit genau gemeint ist. Außerdem sollen Möglichkeiten geprüft werden, den Zugang Russlands zu den EU-Finanzmärkten zu erschweren.

Was wären die Folgen?

Eingriffe in die Finanzierung würden die russische Wirtschaft querbeet treffen. „Die Abhängigkeit Russlands von externen ausländischen Finanzierungen hat in den letzten Jahres stark zugenommen“, schreiben die Volkswirte der Hypovereinsbank (HVB). Sollte die EU dem Beispiel der USA mit einem Verbot für die Finanzierung erster russischer Unternehmen folgen, werde dies zwangsläufig sehr schnell wirken - denn bislang hätten russische Firmen Finanzierungen in Dollar zumindest teilweise durch Finanzierungen in Euro ersetzen können.

Und wie sieht es mit Handelsbeschränkungen aus?

Von Handelsverboten beispielsweise bei Rüstung und Maschinen wären natürlich die Hersteller selbst betroffen. Schon jetzt berichten Maschinenbauer über Einbrüche, obwohl es noch gar keine konkreten Schritte gibt. „Die Russen würden uns die Maschinen ja gern abnehmen, aber es ist nicht sicher, ob sie zum Zeitpunkt der Fertigstellung überhaupt noch nach Russland ausgeführt werden können“, sagt der Präsident Branchenverbandes VDMA, Reinhold Festge. Einzelne Firmen berichten, russische Kunden sähen sich schon jetzt nach Alternativen zum Beispiel in Asien um. Die mittelständische Wirtschaft fürchtet, dass ein Embargo bei uns vor allem auf Klein- und Mittelbetriebe in den Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau, Elektronische Erzeugnisse, Pharma und Nahrungsmittel zurückschlagen würde.

Wie wichtig ist denn Russland insgesamt als Kunde?

Russland hat zuletzt (2013) Waren für rund 36 Milliarden Euro in Deutschland gekauft. Das entspricht rund 3 Prozent aller Exporte. Damit steht das Land aber nur auf Platz 11 der wichtigsten Kunden, hinter Handelspartnern wie zum Beispiel Belgien, Polen, der Schweiz oder Österreich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes führen aber lediglich 10 Prozent aller Exporteure Waren nach Russland aus. „Für etwa 73 Prozent dieser Unternehmen machen die Exporte nach Russland maximal ein Viertel ihrer gesamten Exporte aus.“ Einzelne Firmen oder Branchen könnten also deutlich heftiger getroffen werden als die Gesamtwirtschaft.

Dann droht also kein handfester Konjunktureinbruch?

Eher nicht. Sollte die ohnehin aktuell schwächelnde russische Wirtschaft weiter einbrechen, hätte das zwar auch negative Konsequenzen für Deutschland. Wegen des begrenzten Anteils der Exporte nach Russland wäre das für die deutsche Wirtschaft aber „wohl verschmerzbar“, meinen die HVB-Ökonomen.

Wie könnte Russland auf ein Embargo reagieren?

Auch das ist völlig unklar. Allerdings hätte Moskau genügend Mittel für einen Gegenschlag: Binnen eines Jahrzehnts hat es das Riesenreich von Platz 16 auf Platz 8 der weltweit größten Volkswirtschaften geschafft. Ein Großteil der Wirtschaftsmacht des „Rohstoffgiganten Russland“ beruht auf Erdöl, Erdgas, Kohle sowie Metallen wie Nickel, Aluminium. Und genau hier könnte das Drohpotenzial liegen - theoretisch zumindest: „Nach rationalen Erwägungen würden sich die Russen stärker selbst schaden, wenn sie uns den Gashahn beginnen abzudrehen, weil sie ... von den Einnahmen daraus abhängig sind“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Donnerstag im Südwestrundfunk.

In Brüssel halten Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten wollen an Strafmaßnahmen festhalten. Die EU setzte am Donnerstag eine neue Sanktionsrunde um. Die Ukraine und der Westen werfen Moskau vor, die ostukrainischen Rebellen gegen Kiew militärisch zu unterstützen. Die russische Regierung bestreitet das. Seit Beginn des Konflikts im April wurden mehr als 4700 Menschen getötet.

In den USA unterzeichnete unterdessen Präsident Barack Obama ein vom US-Kongress beschlossenes Gesetz, das ihn dazu befugt, in der Ukraine-Krise weitere Strafmaßnahmen unter anderem gegen den russischen Rüstungssektor zu verhängen. Er betonte aber zugleich, dass er vorerst keine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Russland plant. Die Unterzeichnung bedeute zunächst „keine Änderungen in der Sanktionspolitik der Regierung“, erklärte der Präsident.

Kommentare (10)

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Herr Vittorio Queri

19.12.2014, 10:58 Uhr

>> Eckhard Cordes, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, fürchtet die Folgen der russischen Krise für das Export-Geschäft. >>

Erstens ist es keine Russische Krise, sondern Auswirkungen der seitens des Westens gegen Russland verhängten Sanktionen, die als Bumerang zurückschlagen.

Zweitens hätte dieser Cordes das ganze Fiasko vorhersehen MÜSSEN, als er im Vorfeld der Sanktionen Werbung für das Primat der Politik machte und die Sanktionen befürwortete.

So ein Cordes gehört als Erster geschasst, zumal er ein Amt bekleidet, von dem er keine Ahnung hat und es wohl rein für seine Vorteile ausnutzt.

Er sollte das machen, was er in seinem Berufsleben gelernt hat : Autos verkaufen ( Mercedes-Erfahrung ) oder Konserven ( Metro-Erfahrung ) verkaufen.

Ein Dampfblasen-Laberer per Excellence !

Herr Holger Klekar

19.12.2014, 11:10 Uhr

@ Herrn Eckhard Cordes u.a.

Warum setzen Sie und der Rest der Wirtschaft nicht mit uns Bürger/innen zusammen die
Vasallen-Regierung der Angela D. Kasner Merkel und ihrer Erfüllungsgehilfen ab?
Nicht PEGIDA
sondern PEGUU - PEGUU Patrioten gegen Unrecht und Ungerechtigkeit.
Egal welche Nationalität, Hautfarbe, Staatsangehörigkeit, ....

BRD – Wo geht es hin?

„Pegida ist ein Misstrauensvotum gegen die CDU“ - Nein, wenn schon – dann gegen alle etablierten und neuen korrupten Parteien und PolitikerInnen.
Bekannt? „Alle in einen Sack und draufhauen. Man trifft immer die Richtigen.“

„Das Bürger der Mittelschicht zuzuordnen sind, heißt noch lange nicht, dass sie auch Demokraten sind…. – lt. Schwan.

- Wann ist man ein Demokrat in der Parteien-Diktatur von Kriminellen, Korrupten, Drogensüchtigen, Pädophilen, … von Komplizen von männlichen Säuglings-Verstümmlern, … ?

- Wann ist man ein Deutscher?
- Ist das so wichtig – Deutscher – Ausländer?

Gut, anständig, - zumindest es versuche so durch das Leben zu kommen…. – nicht perfekt. Wer ist das schon?

!!! Aber es funktioniert !!!! Man hat neue Feinbilder für Otto-Normal-BürgerInnen geschaffen.
Moslems und Rußland.
Man lenkt von den eigenen Verbrechen in Afghanistan, Irak, Syrien, Palästina, usw., usw. ab.

PolitikerInnen – nicht Fisch – nicht Fleisch – ein Sch… Fahnen im Wind.

Der Fisch stinkt … am Kopf.
Deutschland wurde und wird täglich von Merkel und Co. verraten und verkauft.
Siehe Verkauf Hochtief, usw., usw..
Tägliche Vernichtung von Arbeitsplätzen in der BRD.
Karstadt, Siemens und Co. unter Ami- und auserwählten Volk plündern systematisch die BRD seit Jahrzehnten aus.

Cross-Boarding-Leasing ….. Organisierter Betrug. Spur des Geldes folgen.

Solange man !!! die gewollten System-Fehler !!! in der BRD nicht beseitigt,
solange wird alles nur noch schlimmer.

Die Lügen-Legenden der schmutzigen Politik.

Schmutzige Politiker betreiben sie schon immer, um ihre Verbrechen zu rechtfertigen.

PolitikerInnen müssen

Herr Holger Klekar

19.12.2014, 11:12 Uhr

PolitikerInnen müssen strafbare Amtseide ablegen – wie Berufsbeamte.
Keine Bestechung darf möglich sein – egal wie es genannt wird.
Sponsoring, Berater, Spenden, Anstellung, Aufsichtsratpöstchen, usw.

Wer in Deutschland lebt und leben will muß deutsch lernen.
Im eigenen, der Kinder und im Interesse des deutschen Staates.
Oder wo man sonst lebt – leben will. Frankreich – französisch, GB – englisch, usw..

Die Sprachen als Bereicherung für sich und die Familie und Gesellschaft sehen.
Muttersprache behalten und pflegen plus deutsche u.a. Sprachen.

Deutsche Schule = deutsche Sprache. Sonst gute Reise !!!

!!! Gute und gleiche Ausbildung für Mädchen und Jungen. Egal, ob deutsche o. ausländische Kinder !!!

??? Oder wollen die AusländerInnen nur schlecht bezahlte Arbeiten ausführen ???

!!! Mütter mit guter Ausbildung können ihren Kindern besser helfen. !!!

Egal, ob deutsche oder ausländische Mütter.

Also – Machos – Moslems – Hindus – Christen – Juden - u.a. Sekten.

!!! Richtige Männer - Unterstützt die Mädchen und Frauen. !!!

Starke Frauen sind starke Mütter, Partnerinnen und Schwestern.

Zu feige, zu dumm,…. – um mit gleichberechtigten Mädchen und Frauen zusammen zu leben?

Massen- und Vergewaltigungen in Indien:
Inder – wie verkommen und erbärmlich ist es Mädchen und Frauen zu vergewaltigen?
Kleine „Macho- Sch…“ - eine Frau hat euch geboren.

Wo bleiben Respekt und Achtung vor der Mutter und Frau?
BRD ist auch nicht besser - der größte Puff der EU mit Flateraten.

Kein Tier ist so abartig wie der Mensch.

Vergewaltigt, Verstümmelt, ….. in Namen eines oder anderen Gottes.
Oder um seinen kleinen Pim…/ Schw… nachzulaufen.
Feiges, verkommenes Pack,…

Und, wenn die westlichen Kolonialherren, Rassisten und Terror-Regime nicht seit Jahrhunderten
andere Länder ausplündern, Menschen ermorden, terrorisieren, … würden,
dann würden auch die Flüchtlingsströme nicht immer mehr zunehmen.
Siehe Irak, Syrien, Palästina,.. Afghanistan.
Die angeblichen Demokratien USA, Israel,..

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