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31.03.2011

02:36 Uhr

Westerwelle in China

Schriftsteller darf nicht mit einreisen

Vondpa

Eigentlich sollte der Schriftsteller und Sinologe Tilman Spengler mit dem deutschen Außenminister eine Ausstellung in Peking eröffnen. Die Chinesen lassen ihn aber nicht in ihr Land.

Guido Westerwelle reist ohne Tilman Spengler nach China. Quelle: Reuters

Guido Westerwelle reist ohne Tilman Spengler nach China.

BerlinAußenminister Guido Westerwelle beginnt heute (Donnerstag) einen dreitägigen Besuch in China. Zum Auftakt steht in Peking ein Treffen mit Vize-Ministerpräsident Li Keqiang auf dem Programm, der als wahrscheinlicher künftiger Regierungschef gilt.

Westerwelles China-Besuch wird von einem Einreiseverbot gegen den Schriftsteller und Sinologen Tilman Spengler überschattet. Spengler wollte mit Westerwelle zu einer Ausstellungseröffnung nach Peking reisen. Wie Spengler am Mittwoch mitteilte, nannte das Außenministerium in Peking ihn „keinen Freund des chinesischen Volkes“ und verweigerte ihm ein Visum.

Spengler hatte im vergangenen September bei der Verleihung der Hermann-Kesten-Medaille an den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo die Laudatio auf den späteren Friedensnobelpreisträger gehalten. Der Dissident ist in China inhaftiert.

Beim Besuch Westerwelles in China dürfte es neben dem Stand der deutsch-chinesischen Beziehungen auch um die Frage der Menschenrechte sowie die Arbeitsbedingungen deutscher Korrespondenten in China gehen.

Am Freitag wird der FDP-Vorsitzende eine große deutsche Kunstausstellung im neu renovierten chinesischen Nationalmuseum eröffnen. Unter dem Titel „Kunst der Aufklärung“ werden ein Jahr lang mehr als 600 Exponate aus staatlichen Museen in Berlin, Dresden und München zu sehen sein. Geplant sind am Freitag auch Treffen mit Ministerpräsident Wen Jiabao und Außenminister Yang Jiechi.

Kommentare (1)

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Osterwelle

31.03.2011, 10:00 Uhr

Im Gegensatz zum Sinologen Tilman Spengler, würde ich erwarten, dass unser Aussenminister vielleicht sogar die Auszeichnung: "Freund des chinesischen Volkes" bekommt. Ob er dann auch noch ein Freund des deutschen Volkes ist?

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