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22.09.2014

17:25 Uhr

Westliche Sanktionen

Russland sucht neue Partner in Asien

Im Energiebereich sehen sich die Russen durch die EU-Sanktionen nicht so schwer betroffen, Ersatzpartner stünden schließlich in Asien bereit. Doch nicht in allen Branchen können die russischen Firmen so gut ausweichen.

Unternehmen wie Igor Sechins Rosneft müssen angesichts der EU-Sanktionen keine Sorge haben, wenn man der russischen Administration Glauben schenken mag: Neue Partner stünden in Fernost bereit. ap

Unternehmen wie Igor Sechins Rosneft müssen angesichts der EU-Sanktionen keine Sorge haben, wenn man der russischen Administration Glauben schenken mag: Neue Partner stünden in Fernost bereit.

MoskauDer russische Rohstoffminister Sergej Donskoi sieht im Rückzug westlicher Energiekonzerne aus gemeinsamen Projekten wegen des Ukraine-Konflikts kein größeres Problem. Sie könnten durch neue Partner aus Asien ersetzt werden, sagte Donskoi am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. „Sie haben Interesse gezeigt“, erklärte er. „Sie haben die Ressourcen und in einigen Fällen die Technologien, die hier übernommen und entwickelt werden können. Deshalb haben wir Wege, die Dinge und Probleme zu lösen, die sich aus den Sanktionen ergeben.“

Russlands Wirtschaft

Einwohner

143,3 Millionen (Stand: 2013).

Gasproduktion

2012: 654,5 Milliarden Kubikmeter.

Erdölproduktion

2012: 517,9 Millionen Tonnen.

Bruttoinlandsprodukt

2014: ~ 2215,4 Milliarden US-Dollar

Inflationsrate

2012: 5,1 Prozent

2013: 6,7 Prozent*

2014: 5,7 Prozent*

*) Schätzung bzw. Prognose

Arbeitslosenquote

2010: 7,5 Prozent.

2011: 6,6 Prozent.

2012: 5,6 Prozent.

Haushaltssaldo

2010: -4,0 Prozent des BIP

2011: 0,8 Prozent des BIP

2012: -0,1 Prozent des BIP

Leistungsbilanzsaldo

2010: 4,4 Prozent des BIP, brutto.

2011: 5,1 Prozent des BIP, brutto.

2012: 3,7 Prozent des BIP, brutto.

2013: 2,9 Prozent des BIP, brutto.*

2014: 2,3 Prozent des BIP, brutto.*

*) Schätzung bzw. Prognose

Währungsreserven

2010: 432,95 Milliarden US-Dollar.

2011: 441,16 Milliarden US-Dollar.

2012: 473,11 Milliarden US-Dollar.

Die USA haben Sanktionen gegen führende russische Energiekonzerne verhängt, dazu zählen Rosneft, Lukoil und Gazprom. US-Firmen dürfen sie nicht bei bestimmten Fördervorhaben unterstützen, etwa in der Arktis und bei der Suche nach Schiefergasvorkommen. Außerdem wird die Finanzierung über die westlichen Kapitalmärkte durch die Sanktionen von EU und USA beschränkt.

Aus diesem Grund bekommt Russlands zweitgrößte Bank VTB die Folgen des Ukraine-Konflikts schwer zu spüren. Anders als Firmen im Rohstoffbereich haben die Banken kaum Ausweichmöglichkeiten. Das Geldhaus habe bereits in diesem Jahr wegen der Krise einen Verlust von umgerechnet 525 Millionen Euro (26 Milliarden Rubel) angehäuft, sagte Bankchef Andrej Kostin am Montag laut der Nachrichtenagenturen Interfax und Ria. Bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin habe er zudem darauf hingewiesen, dass sich der Fehlbetrag bis Jahresende verdoppeln könne. VTB gehört zu den russischen Banken, die von den westlichen Sanktionen betroffen sind.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Johann Brädt

23.09.2014, 09:35 Uhr

jaja, und in 20 Jahren hat die Sowjetunion die USA überholt... Eh das läuft ist der Konflikt schon Vergangenheit.

Herr thomas oldendorp

24.09.2014, 08:54 Uhr

SANKTIONEN GEGEN RUßLAND
..
wer Sanktionen verhängt, muss auch
die Reaktionen einkalkulieren..
.
GAZPROM beginnt ihre Gaslieferungen
langsam in die EU-Staaten zu redu -
zieren..
..
Die Politik der Nadelstiche beginnt.
..
Jetzt wird die Dummheit westlicher
Politiker endlich bestraft.!!
..
als Aktionär von GAZPROM kann ich
das nur befürworten..

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