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24.01.2014

03:23 Uhr

Whistleblower im Chat

Snowden schließt Rückkehr in USA vorerst aus

Seit Monaten ist Edward Snowden abgetaucht. Nun stellte sich der NSA-Informant live im Internet den Fragen der Nutzer. Handelsblatt Online dokumentiert Snowdens Antworten und die Reaktionen aus dem Netz.

Der Whistleblower Edward Snowden im russischen Exil. ap

Der Whistleblower Edward Snowden im russischen Exil.

DüsseldorfAnhänger und Kritiker Edward Snowdens konnten sich am Donnerstagabend direkt an ihn wenden: Der amerikanische Informant, der die Spionage-Affäre um den US-Geheimdienst NSA ins Rollen brachte, stellte sich den Fragen im Internet.

Auf der für ihn eingerichteten Seite freesnowden.is wollte der 30-Jährige, der im russischen Exil an einem geheimen Ort lebt, Fragen der Nutzer beantworten. Es war der erste Live-Chat Snowdens seit Juni 2013, hieß es. Fragen konnten über den Kurznachrichtendienst Twitter gestellt werden, versehen mit dem Hashtag #AskSnowden

Verfolgen Sie den Chat und Reaktionen aus dem Netz hier.

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Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden kann sich auf absehbare Zeit keine Rückkehr in die Vereinigten Staaten vorstellen. "Leider ist das angesichts der gegenwärtigen Gesetze zum Informantenschutz nicht möglich", sagte er. Unter der aktuellen Rechtslage habe er "keine Chance auf einen fairen Prozess".

Der frühere Geheimdienstmitarbeiter beklagte sich, dass das Gesetz zum Schutz von sogenannten Whistleblowern in den USA sehr lückenhaft sei. Anders als Regierungsangestellte hätte er als externer Mitarbeiter nämlich auch dann keinen Anspruch auf Straffreiheit gehabt, wenn er über offizielle Kanäle auf die geheimen Spähprogramme des Nachrichtendienstes NSA aufmerksam gemacht hätte.

US-Präsident Barack Obama hatte Snowden wiederholt vorgeworfen, den USA mit der Weitergabe interner Dokumente an Journalisten unnötigen Schaden zugefügt zu haben. Für Hinweise auf staatliche Verfehlungen hätte es "andere Wege" gegeben, lautete sein Argument. Snowden widersprach: "Mein Fall zeigt eindeutig die Notwendigkeit einer umfassenden Reform des Whistleblower-Schutzes." Die derzeitigen Gesetze seien "voller Löcher", der angebotene Schutz "schwach" und das Vorgehen zum Melden von Fehlverhalten "unwirksam".

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

24.01.2014, 11:20 Uhr

Sehr geehrter Snowden, vielen Bundesbürgern, auch mir, ist es äußerst peinlich das man Ihnen das Asyl in D verweigert hat. Die Welt braucht Männer wie SIE !!
Ihnen müte das Bundesverdienstkreuz verliehen werden!

Account gelöscht!

24.01.2014, 11:30 Uhr

Ich bin froh, daß man ihm Asyl in Deutschland verweigert hat, weil er hier nämlich nicht sicher ist. Die NSA weiß doch über alles in Deutschland Bescheid, wüßte also auch, wo er sich aufhält und könnte leicht mal einen Unfall verursachen....

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