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26.06.2013

20:57 Uhr

Whistleblower

Lappalie verhinderte Snowdens Auslieferung

Edward Snowden sitzt weiterhin im Transitbereich des Moskauer Flughafens. Doch nun ist klar, woran es im Auslieferungsantrag der US-Justiz an Hongkong hakte: Es gab einen Fehler beim zweiten Vornamen.

Edward Snowden verharrt in Moskau: Ohne gültige Papiere scheint eine Weiterfahrt zur Zeit schwierig. dpa

Edward Snowden verharrt in Moskau: Ohne gültige Papiere scheint eine Weiterfahrt zur Zeit schwierig.

Hongkong/MoskauDer Auslieferungsantrag der US-Justiz im Fall Edward Snowden ist laut den Hongkonger Behörden an einer Lappalie gescheitert: Die US-Regierung habe den zweiten Vornamen des Datenskandal-Enthüllers falsch angegeben, erklärte Justizstaatssekretär Rimsky Yuen am Dienstag (Ortszeit). Im Behördenregister Hongkongs sei er als Edward Joseph Snowden aufgeführt gewesen, in einigen von den USA eingereichten Dokumenten jedoch als James. An anderer Stelle habe es in dem Antrag wiederum nur Edward J. Snowden geheißen.

„Diese drei Namen sind nicht unbedingt identisch. Daher waren wir der Ansicht, dass noch Klärungsbedarf besteht“, sagte Rimsky weiter. Im Übrigen hätten die US-Behörden in ihrem Antrag nicht einmal Snowdens Passnummer angegeben, fügte er hinzu.

Nach der spektakulären Flucht des amerikanischen Geheimdienstspezialisten Edward Snowden haben die USA von Russland die Auslieferung des „Verräters“ gefordert. Anders als von Kremlchef Wladimir Putin behauptet, gebe es „eine eindeutige juristische Grundlage“, sagte Sprecherin Caitlin Hayden vom Nationalen Sicherheitsrat in Washington.

Dagegen sprach sich Michail Fedotow vom Kreml-Menschenrechtsrat dafür aus, Snowden Asyl in Russland zu gewähren. „Wer Operationen der Geheimdienste aufdeckt, die die Sicherheit Tausender bedrohen, verdient Asyl“, sagte er der Agentur Itar-Tass zufolge am Mittwoch in der russischen Hauptstadt.

Snowden hielt sich nach Angaben des Moskauer Flughafens Scheremetjewo weiter im Transitbereich auf. Der 30-Jährige besitze aber nach der Annullierung seiner Dokumente durch die US-Behörden keinen gültigen Pass mehr, teilte der Airport mit. Damit scheint Snowdens Weiterreise schwer möglich. Zuletzt hieß es, er wolle von Russland aus über Kuba nach Ecuador fliegen, wo er Asyl beantragt habe.

Kommentare (4)

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Rechner

26.06.2013, 21:17 Uhr

O-Ton US(...)
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Anders als von Kremlchef Wladimir Putin behauptet, gebe es „eine eindeutige juristische Grundlage“, sagte Sprecherin Caitlin Hayden vom Nationalen Sicherheitsrat in Washington.
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Anders als von Hayden behauptet ist das illegale Siedlerregime am Potomac keine Rechtsperson die überhaupt Auslieferungsanträge stellen könnte.

Die sogenannten USA sind illegal von Anfang bis Ende.

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Rainer_J

26.06.2013, 22:34 Uhr

Also so langsam kann man mit den Informationen, die man über diesem Fall so ließt, eine Komödie drehen.

Aber mal ehrlich:

Was hat den Snowden getan? Offensichtlich hat er illegales Handeln der Geheimdienste aufgedeckt, die sich nicht an Gesetze gehalten haben, sondern diese Gesetze bewußt übertreten haben.

Wie ist eigentlich die Gesetzeslage, wenn ich Verbrecher und ihre Taten kenne und NICHT zur Polizei gehe?

Folgendes sollte passieren: Die Chefs der betroffenen Geheimdienste müssen hochkant rausfliegen, wie Polizisten die Schmiergeld angenommen haben. Gesetze gelten immer noch für alle Menschen!!

Snowden sollte einen Orden bekommen, weil er Verbrecher aufgedeckt hat.

Weil diese Verbrecher offenbar überall in der westlichen Welt den Rechtsstaat verdrängt haben, sollte er zumindest in Russland (einem Land in dem Recht und Freiheit nicht mit Füßen getreten werden wie bei uns) Asyl bekommen.

Andreas

26.06.2013, 23:33 Uhr

Na, was hast du denn heute wieder geraucht?

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