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25.06.2012

00:37 Uhr

„Wichtiger Meilenstein“

Die Welt freut sich mit Ägypten

Die internationale Gemeinschaft hat dem neuen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zu seiner Wahl gratuliert. Der Tenor: Die Wahl ist ein Meilenstein, doch die Arbeit beginnt erst.

Der Tahrir-Platz als Ort der Freude statt des Protests: Unterstützer des neuen Präsidenten Mohammed Mursi. dpa

Der Tahrir-Platz als Ort der Freude statt des Protests: Unterstützer des neuen Präsidenten Mohammed Mursi.

Brüssel / Washington / Jersualem / New YorkDie internationale Gemeinschaft hat erfreut auf den ersten demokratisch gewählten Präsidenten Ägyptens, Mohammed Mursi, reagiert.

Die Europäische Union hat Mursi zu dessen Wahl gratuliert. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton begrüße auch den friedlichen Verlauf der Präsidentenwahl, sagte deren Sprecherin am Sonntagabend in Brüssel.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein in Ägyptens demokratischem Übergang und ein historischer Augenblick für das Land und die Region“, sagte die Sprecherin. Ashton sei überzeugt, dass die Regierung Mursis „die Unterschiedlichkeit Ägyptens widerspiegeln wird“.

Ashton ermutige Mursi, der als Vertreter der Muslimbruderschaft gewählt wurde, „sich allen anderen politischen und gesellschaftlichen Gruppen zu öffnen“.
Auch die USA bezeichneten die Wahl Mursis als Meilenstein auf dem Weg Ägyptens zur Demokratie. In einer Stellungnahme rief der Pressesprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, Mursi außerdem dazu auf, bei der Regierungsbildung auf alle Parteien und Gesellschaftsschichten zuzugehen.

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Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle gratulierte Mursi zum Wahlsieg. In einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes über den Kurznachrichtendienst Twitter betonte er aber gleichzeitig, dass der Weg zu echten demokratischen Verhältnissen noch weit sei.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte in einer Mitteilung, er vertraue darauf, dass Mursi „keine Mühen dabei scheuen wird, sicherzustellen, dass das Volk Ägyptens seine Hoffnungen auf mehr Demokratie verwirklicht“.

Der UN-Chef betonte demnach auch „die Notwendigkeit, starke, unabhängige Institutionen zu stärken und zu errichten und es der Zivilgesellschaft zu ermöglichen, zu gedeihen“.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er hoffe, dass Ägypten nach der Wahl Mursis am Friedensvertrag mit Israel festhalten werden. Der Friedensnobelpreisträger und einer der Führer der ägyptischen Demokratiebewegung, Mohammed ElBaradei, drängte sein Land nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zur Einheit und zur gemeinsamen Arbeit an der Zukunft Ägyptens.

Kommentare (2)

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plonkpirat

25.06.2012, 08:23 Uhr

Wer ist eigentlich diese internationale Gemeinschaft? Diese sonderbare Gruppe macht mehr als häufig genau das Gegenteil von dem, was sich die Mehrheit der Bürger wünschen. Ist das vielleicht so eine imaginäre Ausredengruppe für verfehlte Politik?

HenriFox

25.06.2012, 14:29 Uhr

wie blind/taub sind unsere westlichen Volksvertreter und unsere Medien eigentlich ?
Warum werden die Muslimbrüder/Mursi als "gemässigt" bezeichnet und die Wahl Mursis als Sieg der Demokratie.?
Schauen sie sich dieses Video an :
http://www.youtube.com/watch?v=QI3wG3loKlA&feature=youtu.be

Das ist eine Kriegserklärung an Isreal.
Warum wird das der deutschen Bevölkerung alles verschwiegen.?
Unsere Medien und Politiker machen sich mitschuldig an dem, was in Zukunft passieren wird.

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