Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.04.2013

07:49 Uhr

Wider Erwarten

Chinas Wachstum geht zurück

Chinas Wirtschaftslokomotive hat wieder an Fahrt verloren. Die Zahlen für das erste Quartal lagen unter den Erwartungen von Analysten. Doch ein starkes China wird für die Weltwirtschaft dringend gebraucht.

Chinesische Arbeiter auf dem Weg zur Baustelle. Reuters

Chinesische Arbeiter auf dem Weg zur Baustelle.

PekingChinas Wirtschaftswachstum hat sich seit Beginn dieses Jahres wieder abgekühlt. In den ersten drei Monaten 2013 betrug das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 7,7 Prozent, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtete.

Der Zuwachs lag dieses Jahr damit unter den Erwartungen von Analysten von etwa 8,0 Prozent. Im vierten Quartal 2012 war die chinesische Wirtschaft um 7,9 Prozent gewachsen, im Gesamtjahr lag die Wachstumsrate bei 7,8 Prozent - das war der niedrigste Wert seit 13 Jahren. Für 2013 sagt die chinesische Führung ein Wachstum von 7,5 Prozent voraus. Diese Ziele werden normalerweise sehr vorsichtig gesetzt und meist deutlich übertroffen.

Eine schleppende Industrieproduktion und ein schwächerer Einzelhandel dämpften den Zuwachs der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Anstieg der Industrieproduktion fiel um 2,1 Prozent auf 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze ging sogar um 2,4 Prozent zurück auf nun 12,4 Prozent. Der Zahlen für den Einzelhandel gelten als ein wichtiger Indikator für die Konsumausgaben in China.

Die Statistikbehörde verwies am Montag auf „das komplizierte und instabile wirtschaftliche Umfeld im In- und Ausland”. Die Kommunistische Partei und die Regierung seien entschlossen, „Fortschritte zu machen und gleichzeitig die Stabilität zu sichern”, erklärte die Behörde.

Der Wirtschaftsprofessor Zheng Chaoyu von der Volksuniversität in Peking wertete die Zahlen als einen Indikator für die weitere Entwicklung der chinesischen Wirtschaft: „Die wirtschaftliche Erholung ist noch sehr schwach.“ Die Regierung habe zwar einiges unternommen, um der Wirtschaft wieder Schwung zu verleihen, aber „ich denke, dass Maßnahmen wie das Ankurbeln der Binnennachfrage noch nicht ausreichen“.

Konjunktur: China nimmt langsam wieder Fahrt auf

Konjunktur

China nimmt langsam wieder Fahrt auf

Die Industrie der Volksrepublik wächst so stark wie seit elf Monaten nicht mehr.

Die neuen Zahlen kommen zu einer Zeit, in der China Milliarden in Konjunkturprogramme für die eigene Wirtschaft gepumpt hat. Mit der schwachen Erholung der US-Wirtschaft und den Problemen in der Eurozone unter anderem mit Zypern hatten Analysten eigentlich auf die Konjunkturlokomotive China gehofft.

Im Vergleich zum minimalen Wachstum in Europa und den USA erscheinen Wachstumszahlen wie in China bemerkenswert, doch sind sie für ein Schwellenland wie China mit seinem Nachholbedarf nicht hoch. Experten sehen sechs oder sieben Prozent Wachstum als Untergrenze, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen.

Chinas leere Werkbank

Video: Chinas leere Werkbank

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

weltenbrand

15.04.2013, 08:30 Uhr

China = Giga-Potemkin

Account gelöscht!

15.04.2013, 08:37 Uhr

China ist eine Mega-Immobilienblase, da ist Spanien 'ne schwäbische Hausfrau dagegen.
Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben, was da abgeht.

waehlerung

15.04.2013, 10:39 Uhr

hoffentlich brechen sie radikal ein, (...) ! und hoffentlich bald !!


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×