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21.01.2017

14:13 Uhr

Wien

Anschlag soll zeitnah geplant gewesen sein

Der Verdächtige war den Behörden als Kleinkrimineller bekannt. Nun wollte er einen Anschlag in Wien verüben. Die Polizei konnte ihn stoppen. Erste Ermittlungen deuten auf eine radikal-islamistische Gesinnung hin.

Der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka spricht vor Medien über die Festnahme eines Terrorverdächtigen. dpa

Terroranschlag in Wien verhindert

Der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka spricht vor Medien über die Festnahme eines Terrorverdächtigen.

WienÖsterreichs Polizei hat eine mögliche Terrorattacke in Wien vereitelt. Es gebe „Hinweise, dass ein solcher Anschlag sehr zeitnah geplant“ war, sagte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Konrad Kogler, am Samstag im ORF-Radio. Am Vortag war ein 18-jähriger Österreicher mit Migrationshintergrund wegen Terrorverdachts verhaftet worden.

Das Zünden einer Bombe in einer U-Bahn sei „eines der möglichen Szenarien gewesen“. Die Behörden mahnten die Bevölkerung an stark frequentierten Orten zu besonderer Vorsicht.

Die genauen Hintergründe waren zunächst noch unklar. Die ersten Ermittlungen würden aber einen möglicherweise radikal-religiösen, salafistischen Hintergrund andeuten. „Die Verdachtslage geht in die Richtung, dass der Verdächtige zeitnah einen Anschlag mit terroristischer Motivation in Wien plante“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Der Mann habe sich zuletzt in einem radikalen albanisch-islamistischen Milieu bewegt.

Wien: Terroranschlag verhindert

Wien

Terroranschlag verhindert

Österreichs Hauptstadt ist in das Visier eines Attentäters geraten: Ein 18-Jähriger plante laut dem Innenminister einen Anschlag in Wien. Die Bedrohung sei so groß wie nie gewesen.

Der Verdächtige ließ sich am Freitagnachmittag widerstandslos in der Nähe seiner Wohnung festnehmen. Der Mann stammt nach Darstellung von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) aus dem „albanischen Milieu“. Der Mann war den Behörden als Kleinkrimineller bekannt. Auszuschließen sei, dass der Mann ein Heimkehrer aus einem Kriegsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei.

Die Hinweise, die zur Festnahme des Mannes führten, kamen von befreundeten Geheimdiensten. Der Mann war laut Sobotka auch einmal in Deutschland. Er wurde in den vergangenen Tagen observiert. Gefahr für die Bevölkerung habe es nicht gegeben. „Die Person war jederzeit unter Kontrolle“, hieß es aus dem Innenministerium. Der Mann sitzt nun wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Haft.

Bei Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich wurden seit Freitag Mobiltelefone und anderes Material sichergestellt. Die Auswertung werde einige Zeit in Anspruch nehmen, so die Behörden. Weitere Festnahmen könnten abhängig vom Ermittlungsstand und weiteren Einvernahmen noch folgen.

Die Polizei kündigte eine erhöhte Präsenz von Beamten in Uniform und zivil an stark frequentierten Plätzen an. Die Bevölkerung wurde zu Wachsamkeit aufgerufen.

Von

dpa

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