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26.04.2011

11:58 Uhr

Wikileaks-Enthüllungen

Al-Kaida plante weitere Anschläge in USA

Explodierende Wohnungen, gesprengte Tankstellen und sogar eine einstürzende Brooklyn Bridge: Al-Kaida plante auch nach dem 11. September weitere Anschläge auf die USA.

Die Informationen über die geplanten Anschläge sollen auch von dem mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September, Chalid Scheich Mohammed, stammen. Quelle: dpa

Die Informationen über die geplanten Anschläge sollen auch von dem mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September, Chalid Scheich Mohammed, stammen.

Washington Die Terrororganisation Al-Kaida plante einem Bericht der "New York Times" zufolge auch für die Zeit nach dem 11.September 2001 weitere Anschläge auf die Westküste der USA. Die Zeitung beruft sich dabei auf geheime Unterlagen der US-Streitkräfte, die die Enthüllungsplattform Wikileaks bereits im vergangenen Jahr erhalten hat. Zur Verfügung gestellt habe ihr die Unterlagen aber eine andere Quelle, teilte die "New York Times" am Montag mit.

Beschrieben sind die Pläne, von denen keiner ausgeführt wurde, in schriftlichen Beurteilungen von Terrorverdächtigen im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba. Darunter ist auch das Führungsmitglied Chalid Scheich Mohammed, der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge auf das World Trade Center sowie das Pentagon.

Eines der von der "Times" beschriebenen Dossiers betrifft etwa den langjährigen New Yorker Reisebürokaufmann Saifullah P., der mit Mohammed an Anschlagsszenarien nach dem 11. September gearbeitet haben soll. Dabei soll P. vorgeschlagen haben, Plastiksprengstoff in für die USA bestimmten Schiffslieferungen mit Kleidung zu schmuggeln. Andere Pläne sollen vorgesehen haben, "ein Apartment mit ausströmendem Erdgas zu füllen und explodieren zu lassen, Tankstellen in die Luft zu sprengen oder jene Drahtseile zu zerschneiden, die die Brooklyn Bridge halten", heißt es in der "New York Times".

Das US-Verteidigungsministerium verurteilte die Veröffentlichung der Geheiminformationen am Montag und sagte, diese seien zwischen 2002 und 2009 gesammelt worden und basierten auf einer breiten Spanne von damals verfügbaren Informationen.

Von

dapd

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