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17.07.2015

14:21 Uhr

WikiLeaks-Gründer

Assange bietet sich Bundestag als Zeuge an

In der Frage, welche deutschen Politiker vom US-Geheimdienst NSA ausgespäht worden sind, würde sich Julian Assange dem Bundestag als Zeuge zur Verfügung stellen. Außerdem hat er ungeschwärzte Späh-Listen im Angebot.

Der WikiLeaks-Gründer sagt, er würde sich über Fragen aus dem Bundestag freuen. ap

Julian Assange

Der WikiLeaks-Gründer sagt, er würde sich über Fragen aus dem Bundestag freuen.

BerlinDer Chef der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, bietet sich dem Bundestag als Zeuge zur Aufklärung der Spionageaktivität des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland an. „Ich würde mich freuen, wenn die Abgeordneten zu mir kämen, um ihre Fragen zu stellen“, sagte Assange dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut Vorabbericht. Er könne ihnen insbesondere über die US-Listen mit überwachten deutschen Politikern Auskünfte erteilen, auf denen auch Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestanden haben sollen. Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses würde er die unlängst von der Plattform veröffentlichten Listen auch ungeschwärzt übergeben, bot Assange an.

Assange befindet sich seit mehr als drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London und kann diese aus Angst vor einer Verhaftung nicht verlassen.

Vergangene Woche hatte WikiLeaks Dokumente veröffentlicht, wonach die NSA weitaus länger und intensiver deutsche Spitzenpolitiker und Regierungsstellen ausspioniert hat als bislang angenommen.

Von

rtr

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