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18.08.2012

11:35 Uhr

Wikileaks-Gründer

Der Ton im Fall Assange wird schärfer

Der Fall Assange ist längst ein Politikum. Während der Ton zwischen Ecuador und Großbritannien immer schärfer wird, bereitet sich australische Diplomaten auf eine mögliche Auslieferung des Wikileaks-Gründers in die USA vor.

Journalisten und Polizisten belagern die Botschaft von Ecuador in London. AFP

Journalisten und Polizisten belagern die Botschaft von Ecuador in London.

Quito/Canberra/LondonDie australische Botschaft in Washington bereitet sich auf die mögliche Auslieferung des Wikileaks-Mitbegründers Julian Assange in die USA vor. So könne die diplomatische Vertretung die Regierung in Canberra beraten, sollte sie den Eindruck haben, dass eine Auslieferung unmittelbar bevorstehe, sagte Handelsminister Craig Emerson am Samstag dem Fernsehsender ABC. Allerdings gebe es derzeit keine Hinweise darauf, betonte Emerson. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Laut australischen Medienberichten glauben australische Diplomaten in den USA, dass Washington Assange wegen Spionage und Verschwörung zur Verantwortung ziehen könnte. Ecuador hatte dem Australier Assange, der am 19. Juni wegen einer drohenden Auslieferung nach Schweden in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen war, am Donnerstag diplomatisches Asyl gewährt. Allerdings will Großbritannien ihn unter keinen Umständen ausreisen lassen. In Schweden soll der 41-Jährige zu mutmaßlichen Sexualdelikten befragt werden.

Wikileaks hat durch die Veröffentlichung hunderttausender vertraulicher US-Diplomatendepeschen und brisanter Dokumente zu den Kriegen im Irak und Afghanistan den Zorn Washingtons auf sich gezogen. Der US-Soldat Bradley Manning, der die Depeschen an Wikileaks weitergegeben haben soll, muss sich derzeit vor einem US-Militärgericht verantworten. Die USA dementieren jedoch, dass Assange ebenfalls gesucht werde. Auch Schweden und Großbritannien haben eigenen Angaben nach kein Auslieferungsgesuch erhalten.

Kommentare (24)

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imao

18.08.2012, 03:17 Uhr

imao finde ich, dass der Staat Ecuador noch nicht ganz begriffen zu haben scheint in welche Verlegenheit die Assange-Causa den Staat Ecuador gebracht hat.
Das wird alles zu lösen sein imao.
Das Assange die komplexe politische Situation Ecuadors für seine, gleichwie gearteten politisachen Ambitionen, auszunutzen scheint macht sein Engangement bedauerlicherweise nicht wertiger sondern setzt es, imao, weiteren verdachtswürdigen Üerlegungen aus - bedenkt man das Anspruchsniveu seiner Verdächtigungshaltung.

OnlyHuman

18.08.2012, 03:20 Uhr

Leben wir im Mittelalter oder im Zeitalter des Internets?

Zeiten ändern sich, Methoden von Gerichtsvorladungen zu Aussagen von strafrechtlichen Anschuldigungen auch.

Inzwischen sollte sowohl InternetnutzerInnen als auch Gerichten bekannt sein, daß es Videokonferenzen gibt.

Zu einer offiziellen Anklage gegen Herrn Julian Assange ist es noch nicht gekommen, da er einer Vorladung zur Aussage in Schweden persönlich nicht folgte, aus Angst von dort an die USA ausgeliefert zu werden (wikileaks).

Dürfte doch möglich sein - auf der einen Seite der Verdächtige plus Verteidiger, auf der anderen Seite das Gericht plus schriftlicher Aussagen zweier Frauen, den Vorladungstermin per Videokonferenz abzuwickeln und zu erledigen.

Vancouver

18.08.2012, 04:31 Uhr

na, imao, hast mal wieder eine "coole" englische Abkuerzung gefunden in deinem Ghetto-Deutsch.

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