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15.07.2013

07:47 Uhr

William Burns

USA schicken Spitzendiplomaten nach Ägypten

Ägypten hat für die USA einen enorm hohen strategischen Wert. Das ist wohl der Grund, warum Washington sich bisher wenig zum Umsturz des alten Machthabers Mursi geäußert hat. Das soll sich nun ändern – aber vorsichtig.

William Burns, Staatssekretär im Außenministerium, wird sich mit Vertretern der Militärregierung treffen. AFP

William Burns, Staatssekretär im Außenministerium, wird sich mit Vertretern der Militärregierung treffen.

WashingtonErstmals seit dem Sturz von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi will sich ein Spitzendiplomat der USA vor Ort ein Bild der Lage machen. William Burns, Staatssekretär im Außenministerium, werde ab Montag hochrangige Vertreter der Übergangsregierung, des Militärs und der Zivilgesellschaft treffen, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Washington mit. Dabei werde Burns betonen, dass so bald wie möglich der Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung gelingen und Gewalt verhindert werden müsse. Ob der ausgewiesene Ägypten-Experte, der des Arabischen mächtig ist, während seines Aufenthalts auch Vertreter der Muslimbrüder trifft, sagte die Sprecherin nicht. Die Islamisten fordern die Wiedereinsetzung Mursis, den das Militär Anfang Juli entmachtet hatte.

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Der Journalist Ahmed Samir Assem wollte die Gewalt des ägyptischen Militärs gegenüber Kindern und Frauen beweisen. Als er einen Mann filmt, der auf Demonstranten schießt, legt dieser plötzlich auf ihn an.

Die USA haben bislang bewusst vermieden, den Umsturz als Putsch zu bezeichnen. Eine solche Einstufung könnte nach US-Recht zu einem Stopp der Militärhilfen führen, die jährlich in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar von Washington nach Kairo fließen. Ägypten ist für die USA einer der wichtigsten Partner in der Region, nicht zuletzt weil das Land einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen hat und weil es mit dem Sueskanal eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt kontrolliert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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svebes

15.07.2013, 08:21 Uhr

Ups, in Deutschland werden die Politiker in die USA zitiert.
Soviel zum Stellenwert und was man sich bieten lässt in unserer alternativlosen Regierung.

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