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22.01.2014

01:03 Uhr

Winterspiele in Sotschi

Obama berät Putin in Sicherheitsfragen

US-Präsident Obama hat mit Wladimir Putin telefoniert. Ein Thema: Wie kann die Sicherheit während der Olympischen Spielen in Sotschi gewährleistet werden. Dabei könnten die USA mit technischem Gerät helfen.

US-Präsident Obama hat mit seinem russischen Kollegen Putin über die Sicherheit bei den Olympischen Spielen gesprochen. ap

US-Präsident Obama hat mit seinem russischen Kollegen Putin über die Sicherheit bei den Olympischen Spielen gesprochen.

WashingtonNach Anschlagsdrohungen haben US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin über die Sicherheit bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi beraten. Obama habe der Regierung in Moskau Unterstützung bei den Anti-Terror-Vorbereitungen angeboten, teilte das US-Präsidialamt am Dienstag (Ortszeit) zu dem Telefonat der beiden Politiker mit. Die Staatschefs seien sich einig, dass die Sicherheit des Sportereignisses im Interesse beider Länder liege. Wie die „New York Times“ berichtete, geht es bei der Hilfe auch um modernstes elektronisches Gerät. Weitere Themen des Telefonats waren nach Angaben des Weißen Hauses unter anderen Syrien und Iran.

Dem Zeitungsbericht zufolge gab es bereits Kontakte hoher Militärs über eine konkrete Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen. So hätten sich in Brüssel US-Stabschef General Martin Dempsey und sein russischer Kollege Waleri Gerasimow getroffen.

Bei den Beratungen sei es um den möglichen Einsatz von US-Elektronik zur Verhinderung von Sprengstoffanschlägen gegangen, hieß es unter Berufung auf namentlich nicht genannte Beamte des Verteidigungsministeriums in Washington. Im Einzelnen gehe es darum, zu verhindern, dass Sprengstoff etwa durch Handys ferngezündet werden können. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, hieß es.

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Wird die Olympiade des Sports zur Olympiade des Terrors? Die Anschläge von Wolgograd schüren die Angst vor Attentaten während der Spiele. Die Folge: Sotschi wird Hochsicherheitstrakt. Und sogar die USA bieten Hilfe an.

Zuvor hatte das Pentagon mitgeteilt, dass im Schwarzen Meer zwei US-Kriegsschiffe „für alle Eventualitäten“ bereitstünden. Derzeit lägen aber noch keine Anforderungen vor, teilte Ministeriumssprecher John Kirby mit. Die Spiele in der südrussischen Stadt beginnen am 7. Februar. Drei Wochen nach den tödlichen Anschlägen in Wolgograd – etwa 640 Kilometer von Sotschi entfernt – hatten Islamisten am Wochenende erneut zu Attentaten während der Spiele aufgerufen. Im Nordkaukasus gehen russische Spezialeinheiten seit Tagen gegen Terrorverdächtige vor.
Laut dem Weißen Haus sprachen Obama und Putin auch über den syrischen Bürgerkrieg und die Vorbereitungen der in dieser Woche in der Schweiz stattfindenden Friedenskonferenz, die den Konflikt beenden helfen soll. Thema der Unterredung waren zudem Bemühungen um eine Zerstörung der syrischen Chemiewaffen. Zur Sprache kam auch das Atomabkommen mit dem Iran, das diese Woche in Kraft tritt.

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