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07.10.2011

11:36 Uhr

„Wir sind die 99 Prozent”

Protestwelle erreicht die US-Westküste

VonAxel Postinett, Nils Rüdel

Die New Yorker Bewegung „Occupy Wall Street“ erfasst die gesamten USA – von Alaska bis Washington. Auch in San Francisco gehen Menschen auf die Straße. Die Hauptstadt der Hippiebewegung reagiert mit Härte.

Protestierer in San Francisco. Reuters

Protestierer in San Francisco.

San Francisco/WashingtonOb Hippiekultur, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg oder für die Rechte von Homosexuellen:  San Francisco war schon immer ein Brennpunkt gesellschaftlicher Umwälzungen in den Vereinigten Staaten. Jetzt hat die in New York gegründete Bewegung „Occupy Wall Street“ neben vielen anderen US-Städten auch die legendäre Stadt im Norden Kaliforniens erreicht. San Francisco droht ein heißes Wochenende.

Die Behörden reagieren mit Härte: Die Polizei hat bereits ein Camp der Protestbewegung „Occupy SF“ aufgelöst. Die Gruppierung versteht sich als Unterstützerorganisation von  „Occupy Wall Street“ und demonstrieren ebenfalls dagegen, dass sich in den USA immer mehr Vermögen auf einen immer kleineren Prozentsatz der Bevölkerung konzentriert. Die Aktivisten machen vor allem die Finanzindustrie dafür verantwortlich, dass immer mehr Amerikaner („99 Prozent“) mit sich verschlechternden Rahmenbedingungen leben müssen. Verantwortlich dafür sei vor allem das „eine Prozent“ - die reichsten Amerikaner.

Proteste in USA weiten sich aus

Video: Proteste in USA weiten sich aus

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Nach einer friedlichen Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmern werden die Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei härter: Unter Polizeischutz räumten Mitarbeiter der Stadtreinigung ein Zeltlager, das vor dem Gebäude der Zentralbank im Finanzdistrikt San Franciscos errichtet worden war.

Die Organisation Occupy SF hat auf ihrer Webseite jetzt zu Spendenaktionen aufgerufen und will das Lager neu errichten. Bürgermeister Ed Lee ließ erklären, die Polizei „schütze das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber habe auch die Aufgabe, die Straßen sauber und frei zu halten.“

Kommentare (8)

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Bruder-Helmut

07.10.2011, 12:15 Uhr

Wie immer gehen die USA mit einem leuchtenden Beispiel voran.

»[...] Am meisten befürchtet der Bilderberg-Club einen organisierten Widerstand. Seine Mitglieder wollen nicht, dass die einfachen Leute dieser Welt dahinterkommen, welche Zukunft sie für die Welt planen, nämlich eine Weltregierung bzw. ein Weltunternehmen mit dem einzigen, weltweiten Marktplatz, der von einer Weltarmee beaufsichtigt und von einer Weltbank mit einer globalen Währung geregelt wird. [...]«


Mehr zu den Absichten der Bilderberger bei www.wearechange.ch, 2. Juni 2010

Account gelöscht!

07.10.2011, 12:43 Uhr

Noch wird dieses Thema von den Medien als "Randthema" abgetan, man sehe sich an, wo es das Handelsblatt platziert hat, aber hier steckt deutlich mehr Potenzial drin, als es einigen lieb sein wird!

Es freut mich, wenn die Protestwelle in den USA immer stärker wird und auch bald ganz Europa erfasst! Ich denke, wir brauchen "Stuttgart 21" oder die "arabische Revolution" in der gesamten westlichen Welt!

Das könnte nun der Anfang großer umwälzender Veränderungen im System werden und wird vermutlich nicht mehr aufzuhalten sein. Ja, so manche Geldelitisten dürften sich langsam sorgen machen. Sie sollten daher schnell etwas an den Bedingungen ändern, sonst sind sie bald Geschichte!

Bruder-Helmut

07.10.2011, 12:57 Uhr

oder......

Habe da mal ein Bild aus Griechenland gesehen, wo man 3 –Schlingen --- vor dem Parlamentsgebäude platziert hatte. Auch wenn es nur Andeutungen sind, aber die Helden der USA haben schon damals den Vietnam Krieg beendet und es könnte jetzt endlich auch der FED das Genick brechen.

### wir sind das Volk ######
Wir sind 99%

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