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23.09.2014

13:28 Uhr

„Wir sind die Opfer“

Karsai beschuldigt USA für Afghanistan-Krieg

„Der Krieg in Afghanistan ist nicht unser Krieg, er wurde uns auferlegt“: Der langjährige afghanische Präsident Hamid Karsai verlässt sein Amt mit schweren Vorwürfen. Die Machtübergabe verläuft holprig.

Hamid Karsai nimmt seinen Hut. Als Nachfolger stehen Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah bereit. dpa

Hamid Karsai nimmt seinen Hut. Als Nachfolger stehen Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah bereit.

KabulDer scheidende afghanische Präsident Hamid Karsai hat die USA und das Nachbarland Pakistan für den anhaltenden Krieg in seinem Land verantwortlich gemacht. Die USA wollten keinen Frieden in Afghanistan, da sie ihre eigenen Ziele verfolgten, sagte Karsai am Dienstag in einer Abschiedsrede. An sein Volk gerichtet fügte er hinzu: „Der Krieg in Afghanistan ist nicht unser Krieg, er wurde uns auferlegt und wir sind die Opfer.“

Es werde keinen Frieden im Land geben, wenn Amerika oder Pakistan dies nicht wollten. Der neuen Regierung empfahl Karsai, in den Beziehungen zu den USA und dem Westen besonders vorsichtig zu sein.

Am Sonntag hatten sich die beiden Präsidentschaftskandidaten Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah nach monatelangen Machtkämpfen auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. Der von der Wahlkommission als Sieger ausgerufene Ex-Finanzminister Ghani wird Präsident, Ex-Außenminister Abdullah soll ein neu geschaffenes Amt besetzen, das Befugnisse ähnlich denen eines Regierungschefs erhalten soll. US-Außenminister John Kerry hatte in dem Streit vermittelt.

Karsai übernahm sein Amt vor 13 Jahren, nachdem die radikal-islamische Taliban-Regierung von den USA gestürzt worden war. Karsai hat die Amerikaner in den vergangenen Jahren mehrfach für den Tod afghanischer Zivilsten durch Luftschläge verantwortlich gemacht.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Omarius M.

23.09.2014, 14:25 Uhr

Ich bin/war ja auch gegen diesen Krieg und wünsche den Afghanen Frieden, und das sie es schaffen mit ihrem Land auf die Beine zu kommen... es gibt dort nicht nur Religöse Hardliner sondern auch normale Menschen... und die Beteiligung bei der wahl, zeigte doch auch das viele Afghanis auch hoffnung haben, das die Zunkunft besser werden kann als die vergangenheit.... und das land soll reichlich Bodenschätze haben.... wenn man die Kampfkraft der AFGhanis nun in Tatkraft wandeln könnte, wäre es dem Land möglich ne richtige Zukunft zu haben....
Vorausgesetzt es wollen alle mit in die Zukunft, es scheint ja augenscheinlich das n Teil lieber in die Steinzeit zurück will.

Dazu muss aber n richtiger Staat entstehen, am besten Föderaler Natur, und ein WIR gefühl quer über alle Stämme. Hab ganz gemischte gefühle wenn ich an Afghanistan denke....

UNd ja Pakistan muss seine dinge in Ordnung bringen....
Anscheind geht die befriedung des gebietes nur zusammen...

Aber gerade Herr Karsai sollte lieber still sein....
Seine Familie ist anscheind reich geworden....

er hat lange lange zeit gehabt... und wenig bewegt...
die gesellschaft ist immer noch tief gespalten....

Kompromisse und Aussöhnung.....
sind die Primären aufgaben....

Ja den Krieg beginnen war falsch....
nur nu ist es halt so wie es war,
und im intresse der kommenden generation an Afghanen
ist es nun sinnvoll das beste draus zu machen und das Land auf eine guten weg zu bringen, und aus den fehlern zu lernen..... über das andere sollen dann die Historiker befinden...
in der Opferhaltung zu verharren wird keinem helfen...
weder den Afghanen noch den Bürgern des Westen

Andere dinge wären n Fall für den Strafgerichtshof...
Hier muss der "Westen" aber seine Selbstkritik durchlaufen. ABgewählt wurden die leute ja schon..

Unsere und die Amerikanischen Bürger müssen ihren Politikern mehr auf die Finger schauen!
Dann würden so dinge garnicht erst Passieren.

Herr Christian Kerscher

23.09.2014, 14:45 Uhr

Hallo Herr Karsai, was war gleich nochmal Ihre Leistung in den vergangenen 13 Jahren?.........

Account gelöscht!

23.09.2014, 15:26 Uhr

Es ist augenfällig, die USA hinterlassen nur noch verbrannte Erde, selbst ehemals Verbündete werden entweder zu Feinden oder sehen sie am liebsten von hinten.

Es wird ja seit einigen Jahren schon kolportiert, dass gewisse satanische Geheimbünde sich eine neue Weltordnung versprechen indem die Welt erst einmal im Chaos versinken muss, damit die betroffenen Menschen die "Neue Weltordnung" als das alles dominierende Regierungssystem akzeptieren werden. Um eine neue Ordnung zu erschaffen, muss man erst die alte zerstören.
Die "Neue Weltordnung" oder New World Order (NWO) wurde “zufällig“ exakt elf Jahre vor dem Anschlag auf das WTC, erstmals am 11. September 1990, von George Bush Senior öffentlich ausgerufen.

http://www.youtube.com/watch?v=YdyWs367iLQ

Hauptbestandteil der NWO ist der bargeldlose Zahlungsverkehr, eine Weltwährung (mittels einer Weltbank), eine Weltreligion (nach der Abschaffung aller vorhergehenden Glaubensrichtungen), eine Weltarmee (mit internationaler Besetzung) und einen Weltgerichtshof (Verlust der rechtsstaatlichen Souveränität).

In Pittsburgh, der Heimstatt des Illuminatenordens in Amerika, beschlossen die G8-Länder Ende September 2009 die Einsetzung einer sogenannten Weltwirtschaftsregierung, bestehend aus den zwanzig mächtigsten Wirtschaftsnationen der Erde. Auch die EG hieß zuerst "Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft" und wurde dann zur "Europäischen Gemeinschaft". Daher ist das, was beim Gipfel beschlossen wurde, ein weiterer Schritt hin zu einer Weltregierung.
Die NWO ist das Endziel einer Verschwörung, die eine Ultradiktatur durch die Infiltrierung aller Systeme errichten will, auch bekannt unter dem harmlosen Begriff Globalisierung. Die Aufgabe der Medien ist dabei die entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten. Es soll also ohne Zweifel eine Tyrannei sein, eine Herrschaft der Wenigen (Oligarchie).

"Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein."
Johann Wolfgang von Goethe

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