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22.08.2011

18:55 Uhr

Wirtschaftsbeziehungen

Merkel will engere Bindung mit Kroatien

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien sind blendend, das Adria-Land ist auch bei deutschen Touristen beliebt. Kurz nach den EU-Beitrittsverhandlungen kündigt Merkel einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen an.

Merkel mit ihrer kroatischen Amtskollegin Kosor. Reuters

Merkel mit ihrer kroatischen Amtskollegin Kosor.

ZagrebDeutschland und Kroatien wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen. „Wir streben weitere Verflechtungen an“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag vor Gesprächen mit der kroatischen Ministerpräsidenten Jadranka Kosor in Zagreb. Im Herbst werde sich der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft bei einem Besuch in Kroatien um die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen kümmern. Bisher sind unter anderem Konzerne wie die Deutsche Telekom oder RWE in dem Land engagiert.

Merkel forderte die kroatische Regierung auf, sich an der Lösung der Konflikte in der Balkanregion zu beteiligen. Sie werbe dafür, „dass Kroatien mit seinen Erfahrungen, Streitigkeiten beizulegen, sich konstruktiv in die Konfliktlösung in der Region einbringt“, sagte die Kanzlerin. Als Beispiele nannte sie etwa Unterstützung bei der Beilegung des Grenzstreits zwischen Serbien und dem Kosovo sowie bei der bislang erfolglosen Regierungsbildung in Bosnien-Herzegowina.

Die Kanzlerin würdigte die Reform-Anstrengungen Kroatiens auf dem Weg in die Europäische Union (EU). Sie beglückwünsche Kosor wie auch Staatspräsident Ivo Josipovic für die „große Leistung“, die das Land in den Jahren der Beitrittsverhandlungen erbracht habe. Die Verhandlungen waren Ende Juni abgeschlossen worden. Zieldatum für den Beitritt ist der 1. Juli 2013. Deutsche Regierungskreise hatten vor allem die Fortschritte in den
schwierigen Bereichen Justiz und Recht hervorgehoben.

Merkel will dem Land auch weiteren Rückenwind für die Umsetzung der während der Beitrittsverhandlungen angestoßenen Reformen geben. Die als Lehre aus früheren Erweiterungsrunden veränderten strengeren Verhandlungen mit einem neuen System von Maßstäben (Benchmarks) dienen aus Sicht der Bundesregierung als Vorbild mit spätere ähnliche Verhandlungen mit anderen Balkanländern.

Kommentare (3)

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22.08.2011, 19:26 Uhr

Welche Summe hat sie denn schon wieder zugesagt?
Hauptsache ist doch für diese dämliche Kuh, deutsches Steuergeld wird aus dem Land gebracht.

Hingucker

22.08.2011, 19:36 Uhr

Jo, das sind die nächsten Kandidaten!
Kann überhaupt nicht nachvollziehen, wer noch in die EU will.

Haben wir ein Glück, dass Afrika ein eigener Kontinent ist, doch wer weiß, unser Aussenminister würde die wahrscheinlich auch noch ermuntern beizutreten.

Account gelöscht!

23.08.2011, 09:53 Uhr


Die Korruptions-/OK-Problematik, Verstösse gegen Pressefreiheit auf dem gesamten Balkan, Demokratiedefizite etc. , interessiert diese Troll-Entrueckten ueberhaupt nicht...
Entwicklung in Slowenien wird ausgegrenzt, Bulgarien und Rumänien duerfen ihren Mafiastaat weiter ausbauen. Ihr tickt da oben nicht alle...

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