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31.12.2012

16:21 Uhr

Wirtschaftskrise

Ägyptens Währung auf Talfahrt

In etwa zwei Monaten müssen die Ägypter ein neues Parlament wählen. Bis dahin wollen Präsident Mursi und seine islamistischen Mitstreiter ein Rezept gegen den drohenden Staatsbankrott finden.

Lange Schlange vor einem Bankautomaten in Kairo. (Archivbild vom Februar 2011). Reuters

Lange Schlange vor einem Bankautomaten in Kairo. (Archivbild vom Februar 2011).

KairoDie regierenden Islamisten in Ägypten stehen vor massiven wirtschaftlichen Problemen. Nachdem die Zentralbank neue Bestimmungen für den Verkauf von Devisen eingeführt hat, geht die Landeswährung, das ägyptische Pfund, auf Talfahrt. Der offizielle Kurs lag am Montag bei rund 6,30 Pfund für einen US-Dollar und damit so niedrig wie seit Jahren nicht mehr.

Auch gegenüber dem Euro gab die ägyptische Währung nach. In der vergangenen Woche hatte die Regierung bereits die Devisenausfuhr begrenzt, um den Abfluss von Kapital zu verhindern.

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Präsident Mohammed Mursi, der aus der Muslimbruderschaft stammt, bemühte sich, gelassen zu wirken. Staatliche Medien berichteten am Montag, in einem Gespräch mit arabischen Journalisten habe Mursi zum Kursverlust des Pfunds gesagt: „Das macht uns keine Sorgen und jagt uns keine Angst ein, binnen weniger Tage wird es sich wieder stabilisiert haben.“

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Präsident Mursi und die religiösen Kräfte Ägyptens sind am Ziel: Nach offiziellen Angaben der Wahlkommission ist der umstrittene islamistisch geprägte Verfassungsentwurf bei zwei Volksabstimmungen gebilligt worden.

Die aktuelle Krise hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist der Mangel an politischer Stabilität, der abschreckend auf Investoren wirkt. Außerdem denken viele wohlhabende Gegner der Muslimbrüder seit den Wahlsiegen der Islamisten an Auswanderung. Die neuen Devisenausfuhrbeschränkungen sind für sie eine Hürde auf dem Weg in ein neues Leben.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte die Kreditwürdigkeit Ägyptens kürzlich auf B- heruntergestuft. Das ist die gleiche Kategorie, in der sie momentan Griechenland führt.

Der Vorsitzende der radikal-islamistischen Partei für Aufbau und Entwicklung, Tarek al-Summer, sagte nach Angaben lokaler Medien, einer der Gründe für den Verfall der Währung sei die Verzögerung bei den Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Gespräche über einen 4,8-Milliarden-Dollar-Kredit des IWF waren wegen der politischen Unruhen vor dem Verfassungsreferendum verschoben worden.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Steuerzahler

31.12.2012, 19:49 Uhr

„Das macht uns keine Sorgen und jagt uns keine Angst ein, binnen weniger Tage wird es sich wieder stabilisiert haben.“


Respekt! -Lügen kann er schon nach ein paar Tagen Amtsführung wie ein Großer..

soso

01.01.2013, 09:52 Uhr

Was soll uns das sagen?
Wenn die Politik eines Staates der Finanzwelt nicht gefällt, ist der Staat pleite.Ist das auch der Grund warum wegen Grichenland der Finaznwelt soviel Geld zugeschoben wird.
Aber das EU Volk glaub es lebt in einer Demokratie.

Account gelöscht!

01.01.2013, 09:52 Uhr

Ach, merken wir auf einmal, dass der "Arabische Frühling" Geld kostet. Fragt mal bei Westerwelle nach. Er gibt bestimmt gerne einige Milliarden unserer Steuergelder zinslos und mit unbegrenzter Laufzeit. Oder versucht es mal mit einen Biss in den Koran. Kann man vielleicht auch Essen, wenn es nicht mehr anders geht.

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