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28.12.2012

15:37 Uhr

Wirtschaftskrise

Japans Industrieproduktion bricht deutlich ein

Die Industrieproduktion in Japan ist im November eingebrochen. Mit einem Minus von 1,7 Prozent fiel der Rückgang deutlich stärker aus als erwartet. Nur der Arbeitsmarkt sendete positive Zeichen.

Kräne im Geschäftsviertel von Tokio. Reuters

Kräne im Geschäftsviertel von Tokio.

TokioEin überraschend starker Einbruch der Industrieproduktion Japans hat den Druck auf Regierung und Notenbank erhöht, weitere Konjunkturmaßnahmen in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu ergreifen. An den asiatischen Börsen spekulierten Anleger zum Jahresende auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Im November fiel die Produktion in den Industriebetrieben laut Regierungsangaben vom Freitag um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück. Ein Rückgang der Verbraucherpreise verstärkte ebenfalls die Spekulationen über Maßnahmen der japanischen Notenbank.

Für den neuen japanischen Regierungschef Shinzo Abe hat die Ankurbelung der Wirtschaft und die Bekämpfung der Deflation oberste Priorität. Bereits im Januar will er nach Medienberichten ein Konjunkturpaket in Höhe von 10 Billionen Yen (88 Milliarden Euro) auflegen.

Die Zeit drängt: Der Rückgang der Industrieproduktion fiel im November deutlich stärker aus als erwartet. Volkswirte hatten nur mit einen Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Auch im Jahresvergleich meldete die Regierung für November einen überraschend starken Einbruch von 5,8 Prozent. Im Oktober war die Industrieproduktion hingegen noch um 1,6 Prozent zum Vormonat gestiegen.

Der Trend bei der japanischen Industrieproduktion zeigt nach unten: In den vergangenen acht Monaten war der Ausstoß in sechs Monaten rückläufig. Unter anderem macht die schwache Weltwirtschaft der stark vom Export abhängigen Industrie zu schaffen. Die Daten dürften den Druck auf die Regierung in Tokio für mehr Wirtschaftsförderung und auf die japanische Notenbank für eine noch expansivere Geldpolitik erhöhen.

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Eine positive Entwicklung gab es hingegen auf dem japanischen Arbeitsmarkt. Im November sank die Arbeitslosenquote nach Regierungsangaben leicht von 4,2 Prozent im Vormonat auf 4,1 Prozent. Eine Quote von knapp über vier Prozent gilt für japanische Verhältnisse aber immer noch als vergleichsweise hoch.

Die Verbraucherpreise gingen im November wie erwartet zurück. Die Preise seien um 0,2 Prozent zum Vorjahr gesunken, teilte die Regierung mit. Dies war der sechste Rückgang in Folge. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Vormonat waren die Preise um 0,4 Prozent gesunken. Der Kernindex (ohne frische Nahrungsmittel, aber mit Energie) ging laut Regierung im November im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zurück.

An der Börsen spekulierten Anleger am Freitag auf weitere Konjunkturmaßnahmen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg am letzten Handelstag des Jahres um 0,70 Prozent auf 10 395,18 Punkte - dem höchsten Stand seit März 2011. Damit beläuft sich das Plus des Index im Gesamtjahr auf fast 23 Prozent. Es ist die erste positive Jahresbilanz seit 2009 und der höchste jährliche Anstieg seit 2005. Auch die wichtigsten anderen asiatischen Börsenindizes schlossen mit Gewinnen, so in Mumbai, Seoul, Singapur, in China und Hongkong. Der länderübergreifende MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan enthält, kletterte ebenfalls.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Vicario

28.12.2012, 15:55 Uhr

• Zitat : Die Industrieproduktion in Japan ist im November eingebrochen.

Als Lok der japanischen Industrie und Exportwirtschaft, analog der Deutschen, ist die Autoindustrie.

Nun kaufen die Chinesen keine Japanischen Autos mehr, wegen dem Inselstreit..! Da freut sich wiederum die deutsche Autoindustrie, die in die Bresche springen darf und wieder stolz Wachstum vorhersieht......?

Nach Beseitigung des Konfliktes zieht die Wirtschaft in Japan wieder an, und in Deutschland jammert man dann wieder über Rezession....

So geht Globalisierung heute......

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