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13.11.2011

16:56 Uhr

Wirtschaftsraum Asien

USA schmieden Handelspakt gegen China

US-Präsident Barack Obama geht im Wettstreit mit Export-Riese China in die Offensive: Ein groß angelegtes Freihandelsabkommen mit acht asiatischen Ländern, darunter Japan, soll die Volksrepublik in die Schranken weisen.

US-Präsident Obama geht im Wettstreit mit China in die Offensive. dpa

US-Präsident Obama geht im Wettstreit mit China in die Offensive.

HonoluluDie USA und acht asiatisch-pazifische Staaten haben sich auf Grundzüge eines Freihandelsabkommens geeinigt. „Viele Details sind noch auszuarbeiten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir es hinkriegen“, sagte US-Präsident Barack Obama am Samstag (Ortszeit) beim Gipfel der 21 APEC-Länder in Honolulu auf Hawaii. Bereits 2012 könne der Pakt geschlossen werden. Unterzeichner der Erklärung sind neben den USA Australien, Brunei, Chile, Malaysia, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam. China tut sich dagegen noch schwer mit der vorgesehenen Abschaffung von Zöllen oder Barrieren für ausländische Investoren. 

Zusammen genommen seien diese acht Länder der fünftgrößte Handelspartner der USA, sagte Obama. „Wir kommen bereits auf ein jährliches Handelsvolumen von 200 Milliarden Dollar“, führte er aus. Das Abkommen soll Hürden für Handel und Investitionen verringern, die Exporte ankurbeln und für mehr Jobs sorgen. Die asiatisch-pazifische Region ist aus Sicht der USA auf dem Weg, in diesem Jahrhundert zu einer Schlüsselregion zu werden.

Vorangetrieben hatte das Vorhaben auch Japans Ankündigung, für eine Beteiligung an der geplanten Trans-Pazifik-Partnerschaft (TTP) offen zu sein. Das Land gehörte aber nicht zu den Unterzeichnern der Erklärung.

Auch China sprach sich auf dem APEC-Gipfel generell für eine Öffnung des Handels aus, äußerte sich aber kritisch über die im TTP vorgesehene strikte Abschaffung von Zöllen oder Barrieren für ausländische Investoren. Chinas Wirtschaft öffne sich zwar, sagte der chinesische Staatspräsident Hu Jintao. Aber eine „unausgewogene, unkoordinierte und nicht nachhaltige Entwicklung“ sei nicht erstrebenswert.

Kommentare (6)

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Spielregeln

13.11.2011, 10:48 Uhr

Was machen aber die USA, wenn sie sich selbst nicht an die Spielregeln halten?

Sich selbst in den Arsch treten?

Moika

13.11.2011, 11:22 Uhr

Auch ein Obama sollte wissen, das man Kriege tunlichst nicht an allzu vielen Fronten führen sollte - denn das schwächt ungemein.

Der Währungskrieg, den die USA mit ihren Helfern z.Zt. gegen den Euro führen, wird alle teuer zu stehen kommen, vor allem auch Amerika. Obama sollte aufpassen, sich nicht zu überheben, denn was etwaige Partner unter einem Pakt verstehen ist etwas anderes, als es die USA sehen. Die sehen den Pakt als Hegemonie über die Partner - Amerika bestimmt wö's langgeht, die anderen haben hinterher zu dackeln. Mexiko und Lateinamerika können ein hundertstrophiges Lied darüber singen...

Account gelöscht!

13.11.2011, 11:43 Uhr

Aber Fakt ist ja wohl auch, dass China nur so groß geworden ist, weil wir, die westliche Welt, ihnen dazu verholfen haben.
Deutsche und auch amerik. Firmen sind nach China geeilt um dort Betriebe aufzubauen. Dies geht immer nur im Joint venture Verfahren, d. h. ein Chinese sitzt immer mit in der Geschäftsleitung
Da konnten die Chinesen schön abkupfern, sich unsere Technik aneignen und haben dann in Kürze eigene Betriebe gegründet und verkaufen nun in der westlichen Welt die nachgemachten Dinge.
Ohne unser Know how wären die immer noch nicht so weit.
Und die durchgeknallte Merkle zahlt immer noch Entwicklungshilfe an China, das ist glatter Betrug am deutschen Volk
Wie blöde waren und sind wir denn?
Und Deutschland ist immer noch nicht aufgewacht und möchte ganz Europa an China verscherbeln

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