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04.05.2013

09:09 Uhr

Wirtschaftsstandort

Malaysia ist auf dem Weg in Liga eins

Malaysia will als Wirtschaftsstandort in Asien ganz oben mitspielen: Als Tor zu dem riesigen Verbrauchermarkt in Südostasien. Am Sonntag wird gewählt. Ob mit oder ohne Regierungswechsel – das Land ist auf dem besten Weg.

Am fünften Mai wählt Malaysia den Präsidenten. Als entwickelter Industriestandort hat das Land die Nase vorne. ap

Am fünften Mai wählt Malaysia den Präsidenten. Als entwickelter Industriestandort hat das Land die Nase vorne.

Bangkok/ Kuala LumpurDie asiatischen Glitzermetropolen Singapur und Hongkong bekommen Konkurrenz: im Süden Malaysias entsteht Iskandar, eine Retortenstadt mit modernster Infrastruktur und gehobener Lebensqualität, der bis 2025 drei Millionen Einwohner anziehen will. Die Regierung buttert Milliarden in das Projekt: Bürohochhäuser, Produktionsanlagen, Schulen, Krankenhäuser. Das Gelände, dreimal so groß wie Singapur, lockt mit Steuergeschenken. „Und mit niedrigeren Löhnen als in Singapur und Hongkong“, wie die Unternehmensberatung Price Waterhouse Cooper (PWC) lobt. 2012 stiegen die Investitionen dort um 23 Prozent - damit erreichten sie seit 2006 insgesamt 106 Milliarden Ringgit (27 Mrd Euro).

Das mehrheitlich islamische Land strebt nach ganz oben: bis 2020 will Malaysia in die Weltbank-Gruppe der Länder mit dem höchsten Einkommen vorstoßen. Die Expertenprognosen sind gut. Die Regierung wirbt Investoren an, die von Malaysia aus den gigantischen Markt der Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean) bedienen sollen: „Malaysia ist ein ideales Tor nach Südostasien mit einem Markt mit 600 Millionen Verbrauchern“, schwärmt PWC. Ende 2015 fallen die Zölle, dann haben die zehn Asean-Länder einen gemeinsamen Markt.

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Malaysia macht derzeit eine Transformation durch: vom Rohstoffexporteur zu einem Industrieland mittleren Niveaus. Und das soll noch nicht alles gewesen sein. Aber auch in diesem Land warten Hürden.

„Malaysia hat als entwickelter Industriestandort verglichen mit anderen Standorten in Asien die Nase vorn“, sagt Alexander Stedtfeld, Hauptgeschäftsführer der malaysisch-deutschen Handelskammer. „Man findet leicht Partner für Joint Venture und Zulieferer, die Regierung ist wirtschaftsfreundlich, die Löhne steigen weniger rasant als in China und Vietnam und die Leute sprechen Englisch.“

Früher exportierte die einstige britische Kolonie mit 29 Millionen Einwohnern vor allem Gummi, Öl und Palmöl. „Malaysia ist innerhalb einer Generation ein Land mittleren Einkommens geworden“, schreibt die Unternehmensberatung Ernst & Young. „Es hat globale Finanzkrisen gemeistert und ist eine weltweit konkurrenzfähige Volkswirtschaft geworden.“ Fast ein Drittel der Einwohner ist jünger als 14 Jahre. Am 5. Mai wird ein neues Parlament gewählt.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

04.05.2013, 11:05 Uhr

"Malaysia investiert seit Jahren in Bildung"

"Fast ein Drittel der Einwohner ist jünger als 14 Jahre"

Jep, und Europa verteilt "Bildungsgutscheine" und bläst zur Jagd auf "Steuersünder".
Frontex wird irgendwann nicht mehr gebraucht, oder in die andere Richtung *g*

Thomas-Melber-Stuttgart

04.05.2013, 11:27 Uhr

Nun ja ... http://de.wikipedia.org/wiki/Malaysia#Religion

Account gelöscht!

04.05.2013, 11:47 Uhr

Lieber arm und katholisch als reich und Glaube an Allah?
Alle glauben an denselben Gott, nur die Propheten sind unterschiedlich.
Auch meine Mutter lief noch mit Kopftuch zur Kirche.
Wohlstand und Staatsreligion schließen sich nicht aus, genauso wie offensichtliche menschenfeindlicher Staatskommunismus nicht, wie in China.
Auch hier ist der Mensch manipulierbar - mit Kohle.
Wohlstand verhindert ausuferndes Bevölkerungswachstum, siehe Deutschland. Wir werden bald keine Ausgaben für Bildung mehr brauchen :), aber die vielen jungen die außerhalb der eigenen Trutzburg heran wachsen, die braucht man um die jetzt schon 1,5 Mill. Pflegebedürftigen zu versorgen, und die Mittel dazu werden auch von den Jungen produziert (Gummihandschuhe etc). Die anderen müssen Höhenflüge an den Börsen bewerkstelligen, und wenn sie bis heute nicht gebildet sind ..., haben wir ja immer noch unsere "Steuersünder".
Sie leben hoch, sie leben lang, und die anderen sollen gefälligst die Zinsen überweisen.
Die gibts im Islam aber nicht, dort sind Zinsen verboten.

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