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21.01.2015

14:15 Uhr

Wladimir Putin

Kreml wirft Westen Umsturzversuch vor

Das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist angespannt. Der Kreml wirft seinen Rivalen vor, Präsident Wladimir Putin stürzen zu wollen – und macht zugleich deutlich, dass sich das Land nicht brechen lässt.

Der Kreml wirft dem Westen vor, Präsident Wladimir Putin stürzen zu wollen. dpa

Der Kreml wirft dem Westen vor, Präsident Wladimir Putin stürzen zu wollen.

MoskauIm Ukraine-Konflikt hat Kremlsprecher Dmitri Peskow dem Westen in ungewöhnlicher Schärfe einen Versuch des Sturzes von Präsident Wladimir Putin vorgeworfen. „Im Westen wird versucht, Putin als eine Seite des Konflikts hinzustellen, ihn in der internationalen Politik zu isolieren, Russland wegen eigener wirtschaftlicher Interessen zu erwürgen und einen Sturz Putins herbeizuführen“, sagte Peskow in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Zeitung „Argumenty i Fakty“.

Zugleich machte er deutlich, dass sich Russland nicht brechen lasse. „Es ist alles unter Kontrolle, wir wissen, was zu tun ist, wie es zu tun ist, und wir haben alles dafür“, meinte der Putin-Sprecher.

Über die Lage im Konfliktgebiet Donbass sagte der Vertraute Putins, der Krieg sei nur durch einen innerukrainischen Dialog zu lösen. Die ukrainische Regierung müsse dazu mit den Aufständischen in den russischsprachigen Regionen Donezk und Lugansk Gespräche beginnen.

Deutschlands Handel mit Russland

Deutschland und Russland...

...sind wirtschaftlich eng verwoben. Daimler ist am russischen Lkw-Hersteller Kamaz beteiligt, die BASF-Tochter Wintershall arbeitet eng mit Gazprom zusammen, Siemens unterhält eine Partnerschaft mit der Russischen Staatsbahn RZD.

76,5 Milliarden Euro

2013 tauschten beide Länder Güter im Wert von rund 76,5 Milliarden Euro aus. Dabei überstiegen die Importe aus Russland die Exporte.

Erdöl und Erdgas...

...machten drei Viertel der Importe aus Russland aus, die sich insgesamt auf 40,4 Milliarden Euro beliefen.

Im Gegenzug...

...lieferte Deutschland dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro nach Russland.

Autos, Maschinen und Chemie

An der Spitze standen die Maschinenbauer (8,1 Milliarden Euro), die Autoindustrie (7,6 Milliarden Euro) und die Chemiebranche (3,2 Milliarden Euro).

Deutschland...

...liegt hinter China auf Rang zwei der Lieferländer Russlands.

Russland hingegen...

...ist der elftwichtigste Absatzmarkt für die deutsche Exportwirtschaft.

Der Weg der Gewalt führe in die „Sackgasse“, warnte Peskow.

Von

dpa

Kommentare (21)

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Frau Helga Trauen

21.01.2015, 14:50 Uhr

Die Brzezynskis, die Barnetts und Wolfowitz' habe geopolitische "Konstruktionen" auf den Weg gebracht, an denen sich der Westen entlanghangelt. Und der ach so tolle und überlegene Westen, mit seinen "westlichen Werten" meint, das sei der Nabel der Welt - so wird es geschehen. Diese geopolitischen Konstruktionen der besagten Herren sind aber nur übereifrige fragile Vorstellungen in kranken Hirnen, die nur die absolute Vorherrschaft der USA zu zementieren gedenken. Tja, das klappt wohl nicht so richtig. Da war wohl viel Wunschdenken und Grandeur dabei, Selbstüberschätzung, die münchhausenhaft psychopathisch wirkt. Erika und Larve sind natürlich mit von der Partie. Und der Steinefischer, der von Soros bezahlt wird.
Politiker können schon entsetzlich dumm sein. Wenn sie ihren eigenen Ideologien und Konstruktionen nicht nur glauben, sondern meinen, das sei die Wahrheit - der unaufhaltsame Gang der Geschichte. Hybris. Einfach nur entsetzlich. Die EU paßt da glänzend rein...

Frau Margrit Steer

21.01.2015, 15:05 Uhr

Also so ganz Unrecht haben die Russen nicht

Herr Dr. Michael Klein

21.01.2015, 15:14 Uhr

Wir befinden uns seit 2009 inmitten eines gewaltigen Wirtschafts- und Währungskriegs.

Von den Lügenmedien totgeschwiegen, stehen sich das westliche Bankenkartell um die private Fed und die aufstrebenden Nationen um die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) gegenüber.

China & Russland fordern ein Ende der Dollar-Herrschaft und die Einführung einer neuen, durch Gold gedeckten Weltleitwährung.

Das westliche Bankenkartell versucht indes mit allen Mitteln ( inkl. Krieg ), seinen sterbenden Fed-Dollar lange genug am Leben zu erhalten, um zwischenzeitlich wieder eine eigene, neue Weltwährung etablieren zu können.

Die USA ist im freien Fall und dabei ihre Weltherrschaft an China & Russland abzutreten.
Unter diesem Gesichtspunkt sind unter anderen der Syrien- und der Ukrainekonflikt zu sehen.

Die USA tauschen seit Jahren weltweit wertvolle Rohstoffe gegen "wertlose" Dollar!

Mit ihrer Weltährung Dollar musste jedes Land im internationalen Zahlungsverkehr sich Rohstoffe bezahlen lassen und die private FED konnte dafür ohne Ende bunte Papierdollar drucken.

Gegen die Länder, die in der Vergangenheit nicht an diesem "Spiel" teilhaben wollten, sondern ihre Rohstoffe für andere Währungen weggaben, wurde ein Krieg inszeniert (Irak, Libyen, etc. und jetzt Russland).

In der Tat besteht derzeit eine Gefahr, dass ein 3. Weltkrieg sich an den aktuellen Konflikten entzünden könnte. In der Jelzin-Ära war Washington in Russland schon fast am Ziel gewesen, da sie über Beteiligungen an den Schlüsselindustrien wie Öl und Gas, aber auch den Medien, schon einen großen Profit aus dem Land gezogen hatten.

Das änderte sich als Putin an die Macht kam.

Er bekämpfte das alte System.

Aus diesem Grund ist Putin den USA bzw. deren Regierungen ein Dorn im Auge und wird deswegen in den Lügenmedien verteufelt.

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

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