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02.03.2012

08:36 Uhr

Wladimir Putin

„Wenn die Menschen es wollen, bleibe ich zwölf Jahre Präsident"

VonGabor Steingart, Oliver Bilger

ExklusivUnmittelbar vor Russlands Präsidentschaftswahl erklärt Wladimir Putin im Interview mit dem Handelsblatt, wie er mit Reformen mehr Investoren ins Land holen will - und warum die Protestdemonstrationen gut sind.

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Protest und Misstrauen vor der Wahl

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MoskauWladimir Putin will sein Land wieder zu alter Stärke führen. Mit Reformen und massiven Investitionen hofft der russische Noch-Ministerpräsident, der am Sonntag erneut für das Amt des Staatspräsidenten kandidiert, den Anschluss an die führenden Wirtschaftsnationen zu finden. Sein Ziel: ein Platz unter den ersten fünf Wirtschaftsnationen. Putin traf sich Donnerstag Abend in seiner Residenz außerhalb Moskaus zu einem zweieinhalbstündigen Gespräch mit den Chefredakteuren von „Le Monde“, „La Repubblica“, der „Times“ und dem Handelsblatt.

Putin gab sich selbstbewusst und betonte: „Unsere Wirtschaftsdaten zählen zu den besten der Welt.“ Russland habe die im Jahr 2007 ausgebrochene Finanzkrise gut überstanden und seine Wirtschaftsstruktur sogar stärken können. Putin kündigte verstärkte Anstrengungen an, um ausländische Investoren ins Land zu holen. So plane er auch weitere Privatisierungen. Allerdings wolle er kein Staatseigentum verschleudern. Bislang schreckt die ausufernde Bürokratie viele Investoren von einem Engagement in Russland ab.

„Wir müssen das Investitionsklima verbessern. Dafür müssen wir das Steuersystem ändern, um nicht nur von Gas und Öl abhängig zu sein.“ Noch hängt die Wirtschaftskraft des Landes stark von seinen gigantischen Rohstoffvorkommen ab. Öl und Gas machen mehr als zwei Drittel des gesamten russischen Exports aus. Insgesamt liegt Russland, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf Platz neun der Weltrangliste der Wirtschaftsmächte, hinter Italien und vor Indien.

Der Premier plant zudem staatliche Milliardeninvestitionen, um moderne Industrien in Russland anzusiedeln. Dabei liegt sein Augenmerk auf der Pharma-, der Chemie-, der Luftfahrtindustrie und den Kommunikations- und Nanotechnologien. Bislang sind russische Unternehmen in diesen Branchen kaum wettbewerbsfähig. Eine zentrale Rolle soll aber auch künftig die Rüstungsindustrie spielen, in die Putin in den nächsten zehn Jahren 575 Milliarden Euro investieren will.

Das vollständige Interview mit Wladimir Putin erscheint am Montag im Handelsblatt.

Kommentare (64)

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Account gelöscht!

02.03.2012, 08:46 Uhr

Ich hoffe DIE MENSCHEN in Russland lassen sich nicht weiter unterkriegen und treten dem Typen kräftig in den Hintern.

Account gelöscht!

02.03.2012, 08:51 Uhr

Ein Mann, ein Wort. Putin for ever !

Harlemjump

02.03.2012, 08:59 Uhr


Jedes Volk bekommt den Präsidenten, den es verdient ... und wenn es sein muss mit Wahlfälschung, Korruption und Wegsperren oder Töten von Oppositionellen und Kritikern!

So funktioniert nun einmal die "lupenreine Demokratie" in Russland.

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