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24.02.2016

15:13 Uhr

Wolfgang Schäuble

„Flüchtlingszahlen müssen dramatisch sinken“

Der Streit um die Flüchtlingspolitik droht zur Zerreißprobe für die EU zu werden. Wird der Strom nicht bald eingedämmt, ist die Krise nicht mehr zu lösen, sagt Wolfgang Schäuble. Der Finanzminister appelliert an die G20.

Der Finanzminister warnte vor einem Bedeutungsverlust Europas, falls der EU-Streit um die Flüchtlingspolitik nicht gelöst wird. dpa

Wolfgang Schäuble

Der Finanzminister warnte vor einem Bedeutungsverlust Europas, falls der EU-Streit um die Flüchtlingspolitik nicht gelöst wird.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fordert eine drastische Reduzierung des Flüchtlingsandrangs. „Die Flüchtlingszahlen müssen dramatisch sinken, sonst schaffen wir das nicht mehr“, sagte Schäuble in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur vor dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Shanghai.

Schäuble warnte vor einem Bedeutungsverlust Europas, falls der EU-Streit um die Flüchtlingspolitik nicht gelöst wird. „Wir müssen aufpassen, dass Europa weiter als relevant angesehen wird.“ Er werde auch im G20-Kreis für den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werben. „Ja klar. Wir sind eine Regierung. Es gibt nur eine europäische Lösung.“

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Es soll nach Kontinuität aussehen. Aber in Wahrheit bereitet die Regierung eine Korrektur ihrer Politik vor: mit Grenzsicherung, Neuordnung des Schengen-Raums und Milliarden für Flüchtlingscamps. Wie ihre Agenda 2016 aussieht.

Schäuble rief andere G20-Länder auf, mehr Geld für die internationale Flüchtlingshilfe zu geben. Deutschland habe bei der Londoner Syrien-Geberkonferenz mit 2,3 Milliarden Euro fast ein Drittel der Gesamtsumme zugesagt. „Ich habe die Kanzlerin Angela Merkel zu dieser Zusage ermutigt. Wir werden jetzt andere einladen, auch ein bisschen mehr zu tun“, sagte Schäuble.

Von

dpa

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