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10.04.2011

15:38 Uhr

Zahlungsstopp

Niederländischer Finanzminister droht Portugal

ExklusivDer finanzpolitische Druck auf Portugal wächst. Für ihre Milliardenzusagen verlangen Europas Finanzminister einen strikten Sparkurs der Portugiesen. Die Niederlande drohen nun sogar mit einem Zahlungsstopp.

Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager verlangt von den Portugiesen einen strikten Sparkurs. Quelle: Reuters

Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager verlangt von den Portugiesen einen strikten Sparkurs.

BrüsselDer niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager hat die Oppositionsparteien in Portugal davor gewarnt, im Falle eines Wahlsieges Anfang Juni vom mit der EU und dem IWF vereinbarten Sparprogramm abzuweichen. "Wenn sich Portugal nach der Wahl nicht an das vereinbarte Programm hält, dann werden die Zahlungen an Portugal sofort gestoppt", sagte de Jager dem Handelsblatt. Portugal habe viel zu lange gezögert, Konsequenzen aus der Schuldenkrise zu ziehen, kritisierte de Jager. "Das ist beunruhigend. Mehrere Finanzminister haben sich darüber besorgt geäußert", sagte de Jager.

Der Niederländer mahnte an, dass die EU nun auch endlich ihren Bankensektor in Ordnung bringen müsse. Die derzeit laufende Stresstests der Banken müssten "glaubwürdiger" sein als die letzte Testrunde vor einem Jahr. "Es ist möglich, dass Banken durchfallen. In dem Fall müssen die Regierungen handeln", sagte de Jager. Die betroffenen Institute müssten gesundgeschrumpft oder im Notfall abgewickelt werden. Falls es sich um Banken mit systemischer Bedeutung handele, müssten sie notfalls auch mit Steuergelder gerettet werden.

Mehr dazu in der Montagsausgabe des Handelsblatts.

Kommentare (2)

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Petra

10.04.2011, 15:57 Uhr

Endlich mal ein Finanzminister der Klartext redet und "Eier" in der Hose hat!

Account gelöscht!

10.04.2011, 22:16 Uhr

Genau,
das mußte aber jetzt gesagt werden.
Wenn man schon zahlen muß, darf man auch mal auf den Putz hauen. Ändert nichts und kostet das Selbe. Bestimmt Für den Stammtisch und die Empfänger werden es verkraften.

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