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26.09.2011

10:57 Uhr

Zeitungsbericht

Türkei identifiziert israelische Soldaten per Facebook

Facebook und andere soziale Netzwerke sollen dabei geholfen haben, die israelischen Soldaten zu identifizieren, die im Mai 2010 die Gaza-Hilfsflotte angegriffen haben. Die Türkei fordert eine Strafverfolgung der Soldaten.

„Mavi Marmara“ war eines der Hilfsschiffe, die im Mai 2010 versucht hatten, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. AFP

„Mavi Marmara“ war eines der Hilfsschiffe, die im Mai 2010 versucht hatten, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen.

IstanbulTürkische Ermittler haben die an dem blutigen Einsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte im Mai 2010 beteiligten israelischen Soldaten angeblich per Facebook und andere soziale Netzwerke identifiziert. Der Geheimdienst habe Fotos aus israelischen und türkischen Zeitungen genutzt, um nach den Soldaten in Online-Netzwerken zu suchen, berichtete die türkische Tageszeitung „Sabah“ am Montag. Die Türkei verlangt eine Strafverfolgung der israelischen Soldaten und will dies vor internationalen und türkischen Gerichten durchsetzen.

Der Geheimdienst habe dem zuständigen türkischen Staatsanwalt eine Liste mit den Namen von 174 verdächtigen Soldaten und ihrem Dienstgrad übergeben. Die Türkei werde die Daten auch an die israelische Regierung weiterleiten.

Israelische Militärs hatten die „Mavi Marmara“, die zusammen mit anderen Schiffen Israels Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und 10.000 Tonnen Hilfsgüter zu den Palästinensern bringen sollte, am 31. Mai 2010 von Kommandobooten und Hubschraubern aus angegriffen. Dabei wurden neun Türken getötet. Der Streit um den Einsatz hatte zu einer weiteren Verschlechterung der einst guten Beziehungen zwischen der Türkei und Israel geführt.

In einem UN-Untersuchungsbericht war Israels Position in wesentlichen Punkten gerechtfertigt worden. Ankara kritisiert, die Kommission habe ihre Zuständigkeit weit überschritten. Die türkische Regierung wies den israelischen Botschafter aus und legte die militärische Zusammenarbeit mit Israel auf Eis.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

26.09.2011, 19:48 Uhr

@ Pendler
Bitte zeigen sie uns ihre ja vorliegenden Informationen .
Ich bezweifele ich doch stark das sie wirklich beweiskräftige Dokumente haben !
Bitte !!!

Account gelöscht!

26.09.2011, 20:10 Uhr

Dann wird es der Türkei sicher auch nichts ausmachen wenn wir uns die Türkischen Befehlshaber raussuchen die in den Kurdengebieten ihre Soldaten ihr mörderisches Handwerk erledigen ließen und lassen !
Daran ist neben Israel auch der Irak , die USA, Europa und noch einige andere Interessiert .
Über die "Kampfpraxis " Türkischer Soldaten gibt es sicher auch eine menge mitzuteilen .

Account gelöscht!

26.09.2011, 20:42 Uhr

Türkische Soldaten haben einen 16-jährigen Jungen erschossen

http://www.youtube.com/watch?v=g2Z9B8t9724

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