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12.01.2005

10:36 Uhr

Zeitungsbericht

USA geben Suche nach Waffen im Irak auf

Offenbar haben die USA die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak erfolglos eingestellt. Dies berichtet eine Zeitung.

HB WASHINGTON. Wegen der anhaltenden Gewalt in dem Golfstaat und einem Mangel an neuen Informationen hätten die US-Inspektoren ihre Arbeit kurz vor Weihnachten beendet, berichtete die „Washington Post“ am Mittwoch unter Berufung auf Geheimdienstkreise.

Die Inspektorengruppe um ihren Chef Charles Duelfer sei bereits in die USA zurückgekehrt. Damit bleibe nun Duelfers Zwischenbericht an den US-Kongress vom September als Abschlussbericht der Inspektionen stehen. Darin hatte es geheißen, dass der Irak vor der US-Invasion im März 2003 weder biologische noch chemische Waffen besessen habe und auch sein Atomwaffenprogramm nach dem Golfkrieg von 1991 nicht mehr von Bedeutung gewesen sei. Mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen hatten die USA ihren Krieg gegen den Irak begründet, der zum Sturz des Regimes von Saddam Hussein führte.

US-Geheimdienstkreise bestätigten zwar, dass Duelfer zurück in Washington sei. Allerdings bestritten sie, dass die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak beendet sei. „Das ist keine Sache, die aufhört, die Suche geht weiter“, hieß es aus den Kreisen. „Falls neue Informationen auftauchen, werden sie auch geprüft.“ Der „Washington Post“ zufolge, zögert die US-Regierung die Suche nach Massenvernichtungswaffen offiziell einzustellen.

Sie halte an der Möglichkeit fest, dass Saddam solche Waffen vor Kriegsbeginn im März 2003 ins Ausland schaffen oder im Irak verstecken ließ.

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