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09.05.2013

21:28 Uhr

Zensusdaten

Schwarze bei US-Wahl stärker engagiert

Zensusdaten zur Präsidentenwahl 2012 zeigen einen Trend zur ethnischen Vielfalt in der US-Wählerschaft. Alarmierend ist für die Auswerter der Bevölkerungsdaten das wachsende Desinteresse bei jungen Wählern.

Freude einer Unterstützerin auf der Wahlparty von US-Präsident Obama im November 2012. Die Wahlergebnisse wurden gerade bekannt gegeben. dpa

Freude einer Unterstützerin auf der Wahlparty von US-Präsident Obama im November 2012. Die Wahlergebnisse wurden gerade bekannt gegeben.

WashingtonBei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr in den USA hat die Wahlbeteiligung der schwarzen Bevölkerung erstmals über der der weißen gelegen. Das geht aus neuen Bevölkerungsdaten hervor, die am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurden. Dies sei einer der Gründe für die Wiederwahl von Präsident Barack Obama, hieß es.

Die Schwarzen seien die einzige Bevölkerungsgruppe, deren Wahlbeteiligung im vergangenen November zugenommen habe - von 64,7 Prozent 2008 auf 66,2 Prozent. Die der Weißen - ohne Hispanier - sei von 66,1 Prozent 2008 auf 64,1 Prozent zurückgegangen. Noch bis 1996 habe die Wahlbeteiligung der schwarzen US-Bevölkerung acht Prozentpunkte unter der der weißen gelegen. Für den Rückgang bei den Weißen wurde eine Wahlverdrossenheit vor allem bei jungen Wahlberechtigten angeführt.

Die Wahlbeteiligung bei aus Lateinamerika stammenden US-Bürgern sei von 48,9 auf 48 Prozent zurückgegangen, die der aus Asien stammenden habe unverändert bei 47 Prozent gelegen. Insgesamt sei die Wahlbeteiligung bei der zweiten Präsidentenwahl in Folge zurückgegangen - von 64 Prozent 2004 auf 62 Prozent 2012.

Sorge macht den Auswertern der Wahlbeteiligung die zunehmende Wahlenthaltung junger Wähler. 41 Prozent der 18 bis 24-jährigen hätten im November ihre Stimme abgegeben, ein Rückgang von sieben Prozentpunkten gegenüber 2008. „Schwarze haben in größerer Zahl an der Wahl teilgenommen, und die hispanischen und asiatischen Bevölkerungsgruppen wachsen rapide“, schrieb der Zensus-Soziologe Thom File in einer Analyse. „Über die letzten fünf Präsidentenwahlen ist der Anteil von Wählern rassischer oder ethnischer Minderheiten von knapp einer von sechs 1996 auf mehr als einer von vier 2012 gestiegen.“

Die Zahlen basieren auf der Current Population Survey bis November 2012. Weil Hispanier von der Regierung als Ethnie und nicht als Rasse definiert werden, können Volkszählungsdaten für „Schwarze“ und „Asiaten“ Hispanier einschließen. Als „Weiße„ werden Weiße definiert, die nicht der hispanischen Minderheit angehören.

Von

ap

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