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04.06.2014

19:37 Uhr

Zentralafrika

Regierung verbietet das Versenden von SMS

Zuletzt war es in Zentralafrika immer wieder zu Aufrufen zu Protesten gekommen, die per SMS verschickt wurden – nun schaltet die Regierung die Kurznachrichten kurzerhand ab: Sie wolle die Sicherheit wiederherstellen.

Französische Soldaten sind in Zentralafrika aktiv, um für Sicherheit zu sorgen. dpa

Französische Soldaten sind in Zentralafrika aktiv, um für Sicherheit zu sorgen.

BanguiDie Behörden in der Zentralafrikanischen Republik haben das Versenden von Textnachrichten auf Mobiltelefonen bis auf weiteres verboten. „SMS-Dienste sind nicht erlaubt“, tauche seit kurzem auf dem Display von Handys auf, wenn Benutzer eine Nachricht eintippen wollten, berichtete der französische Sender RFI am Mittwoch. Grund für die von Ministerpräsident André Nzapayéké angeordnete Maßnahme: Die Regierung will in dem seit über einem Jahr von einem religiös motivierten Konflikt zerrütteten Land die Sicherheit wiederherstellen.

Zuletzt war es in Zentralafrika immer wieder zu Aufrufen zu Protesten und Demonstrationen gekommen, die per SMS verschickt wurden. Zahlreiche Menschen in dem Krisenland fordern den Rücktritt der erst im Januar eingesetzten Übergangsregierung. Das christliche geprägte Land war im März vergangenen Jahres ins Chaos gerutscht, nachdem muslimische Rebellen zeitweise die Macht an sich gerissen hatten. Seither ist es immer wieder zu blutiger Gewalt zwischen den Religionen gekommen.

Von

dpa

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