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27.08.2013

16:56 Uhr

Zentralkommitee

China will Weichen für Wirtschaftsreform stellen

Im November wird die chinesische Führung ihren Wirtschaftsreformkurs abstecken. Das Dritte Plenum des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei entscheidet traditionell über die Richtung der Wirtschaftspolitik.

Der Chinesische Premier Li Keqiang will den von ihm angepeilten Umbau der Wirtschaftsstruktur seines Landes vorantreiben. dpa

Der Chinesische Premier Li Keqiang will den von ihm angepeilten Umbau der Wirtschaftsstruktur seines Landes vorantreiben.

PekingDie chinesische Führung wird voraussichtlich im Spätherbst ihren künftigen Wirtschaftsreformkurs abstecken. Für November wurde das sogenannte Dritte Plenum des 200-köpfigen Zentralkomitees der regierenden Kommunistischen Partei einberufen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag meldete. Traditionell wird auf diesem Treffen die Stoßrichtung der künftigen Wirtschaftspolitik ausgemacht. Präsident Xi Jinping dürfte die erste Sitzung dieser Art seit seinem Amtsantritt im März nutzen, um den von ihm angepeilten Umbau der Wirtschaftsstruktur seines Landes voranzutreiben. Xi will die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weniger abhängig von Exporten, Krediten und Investitionen machen. Stattdessen soll Wachstum künftig mehr durch die heimischen Verbraucher getrieben werden. Politische Reformen dürften auf dem Treffen dagegen wohl keine große Rolle spielen.

Investoren warten mit Spannung auf Signale, welchen Kurs China künftig ökonomisch einschlagen wird. Die Wirtschaft wächst so langsam wie seit 13 Jahren nicht mehr - wenn auch auf extrem hohen Niveau. Das Land steckt nach Auffassung vieler Volkswirte in einer kritischen Phase: Einerseits droht es, Marktanteile an andere Staaten mit inzwischen niedrigeren Löhnen und Gehältern Einkommen zu verlieren. Andererseits ist es vom Niveau der reichen Industriestaaten noch weit entfernt. Die Volksrepublik läuft nach Auffassung von Experten Gefahr, zwischen diesen beiden Polen steckenzubleiben, gelingt ihr der Umbau des Wirtschaftswesens nicht.

Von

rtr

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