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14.06.2012

15:20 Uhr

Zickenkrieg in Paris

Hollandes Ex Royal fordert mehr „Respekt“

Hollandes Ex-Frau Ségolène Royal wehrt sich gegen den Angriff ihrer Nachfolgerin Valérie Trierweiler. Sie sei „tief verletzt“, sagte Royal. Auch aus den Reihen der Partei hagelt es Kritik an Frankreichs neuer First Lady.

Im Wahlkampf präsentierten sich François Hollande und seine Ex-Gattin Ségolène Royal noch freundschaftlich. Jetzt bröckelt das Bild vom glücklichen Familienleben. Reuters

Im Wahlkampf präsentierten sich François Hollande und seine Ex-Gattin Ségolène Royal noch freundschaftlich. Jetzt bröckelt das Bild vom glücklichen Familienleben.

ParisNach der Twitter-Botschaft von Frankreichs First Lady Valérie Trierweiler hat sich nun die Ex-Partnerin von Präsident François Hollande zu Wort gemeldet: Die Sozialistin Ségolène Royal forderte am Mittwochabend „Respekt" für die „Mutter einer Familie" ein; sie hat vier Kinder mit Hollande. Die Parteinahme von Trierweiler im Parlamentswahlkampf für ihren Gegenkandidaten im westfranzösischen La Rochelle bezeichnete die 58-Jährige als einen „Schlag", der „zu hart" gewesen sei, um darauf am Dienstag direkt reagieren zu können. Der Vorfall habe sie „tief verletzt".

Die 47-jährige Trierweiler hatte per Kurzbotschaftendienst Twitter einen Abweichler der Sozialisten gegen Royal ermutigt, obwohl die sozialistische Partei und der Präsident ausdrücklich die Kandidatur Royals unterstützen. Führende Sozialisten, darunter Premierminister Jean-Marc Ayrault, riefen die First Lady danach zur Ordnung und forderten sie zu mehr Zurückhaltung auf.

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Parteichefin Martine Aubry sagte am Donnerstag dem Sender RTL, Trierweiler solle sich „diskreter" verhalten. Auch Arbeitsminister Michel Sapin, ein enger Vertrauter Hollandes, sprach sich im Radio Classique für eine zurückhaltende Rolle der Première Dame aus. Er und Aubry hoben aber auch hervor, dass der Vorfall im Wahlkampf zur Affäre aufgebauscht werde.

Für die sozialistische Ex-Präsidentschaftskandidatin Royal geht es bei der Wahl in La Rochelle ums politische Überleben. Die langjährige Lebensgefährtin von Hollande will Parlamentspräsidentin werden. Doch der sozialistische Abweichler Olivier Falorni weigert sich in La Rochelle, seine Kandidatur zu ihren Gunsten zurückzuziehen. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage dürfte Falorni, der nach der ersten Runde knapp hinten lag, die Stichwahl am kommenden Sonntag mit 58 zu 42 Prozent gewinnen.

Von

afp

Kommentare (1)

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DERRichter

14.06.2012, 17:29 Uhr

Auch wenn ich mir den Neunmalfortschrittlern und Liberalisten im Handelsblatt-Forum wieder Ärger einhandeln werde. Ich finde, dass eine First Lady die angetraute
Ehefrau und nicht die jeweils angesagte Konkubine sein sollte. Das gilt für Hollande und auch für Gauck. Hätten die Dinge ihre Ordnung, dann käme es es erst gar nicht zu Zickenkriegen zwischen verschiedenen Damen. Außerdem gibt es auch noch so etwas wie Recht und Anstand und die Vorbildfunktion von Staatschefs. Aber das darf man heutzutage ja schon nicht mehr sagen.

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