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02.04.2013

19:41 Uhr

Ziel der Weltbank

Extreme Armut soll es 2030 nicht mehr geben

Ist das realistisch? Der Weltbank-Chef Jim Yong Kim ruft die 188 Mitgliedsländer auf, im Eiltempo die extreme Armut auszurotten. Anlass zur Hoffnung gibt die Entwicklung in den Schwellenländern.

1,3 Milliarden Menschen leben weltweit in extremer Armut. dpa

1,3 Milliarden Menschen leben weltweit in extremer Armut.

WashingtonDie Weltbank will den Kampf gegen die Armut in der Welt mit aller Kraft beschleunigen. Das Ziel laute, die extreme Bedürftigkeit bis 2030 fast komplett zu beseitigen, kündigte der Präsident der globalen Finanzorganisation, Jim Yong Kim, am Dienstag in Washington an. Müssten derzeit rund 20 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen, sollen es dann höchstens 3 Prozent sein.

Die Weltbank werde ihre Prioritäten bei der Auswahl von Projekten stärker als bisher auf dieses Unterfangen ausrichten und die Gesetzgeber ihrer 188 Mitgliedländer regelmäßig daran erinnern, sagte Kim. Die Organisation werde die Fortschritte messen und in einem jährlichen Bericht veröffentlichen. Zudem wolle die UN-Organisation den Austausch von Erfahrungen bei der Armutsbekämpfung zwischen den Partnern organisieren.

Es gehe darum, das Einkommen der ärmsten 40 Prozent eines jeden Landes zu erhöhen. Trotz aller Fortschritte in den vergangenen Jahrzehnten lebten noch immer 1,3 Milliarden Menschen in extremer Armut, 870 Millionen hungerten jeden Tag und rund 6,9 Millionen Kinder im Alter unter fünf Jahren stürben jährlich an Nahrungsmangel.

Kim betonte, dass die Voraussetzungen für die Armutsbekämpfung sehr gut seien. „Wir haben einen günstigen Moment in der Geschichte erreicht, in dem die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte und ein zunehmend besserer Konjunkturausblick den Entwicklungsländern eine Chance bieten.“ Bedingung sei allerdings ein anhaltendes Wachstum in den Schwellenländern, speziell in afrikanischen Staaten südlich der Sahara sowie in Südasien. Dafür seien dort weitere Investitionen in Bildung, öffentliche Institutionen und das Geschäftsklima notwendig.

Von

dpa

Kommentare (3)

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kraehendienst

02.04.2013, 19:48 Uhr

Besonders in den Schwellenländern ist die Luftverschmutzung so extrem hoch, dass sich das Problem von selbst lösen wird, keine anachronistisch-altherrischen Aufrufe aus den "top-verschuldeten" USA braucht!

Tabu

02.04.2013, 20:40 Uhr

Extreme Armut soll es 2030 nicht mehr geben
--------
na das nutzt dem jetzt 60 jährigen aber dolle was.
In Deutschland sind dann die Geburtenstarken Jahrgänge
der Nachkriegszeit längst unter der Erde.
Das könnte hinkommen,wenn ja wenn nicht alle
Einnahmen für Schirme und Brot für den ganzen Erdball
ausgegeben wären.Und hier verkommt die Infrastruktur.
Und apropos Entwicklungsländer,wo ja auch seit
Jahrzehnten Milliarden hinfließen.zusätzlich aller
Spenden.Wir haben hier in Europa genug Entwicklungsländer
und der Aufbau soll jahrzehnte dauern und Billionen kosten.
Trotz der vergangenen mrd.an Strukturbeihilfen.
Wobei Spanien und Griechenland mit je 150 mrd.bis
Aufnahme in die EU am meisten profitierten.
Hat alles nix genutzt..versickert,wie überall und
weiterhin.


Skyjumper

02.04.2013, 23:08 Uhr

Ich bin optimistisch.

"Armut" definiert sich schließlich nach internationaler Übereinkunft danach, wer weniger als 40 % vom Durchschnitt hat. Wir brauchen in der EU nur weiter so fleissig und erfolgreich am Absenken der Einkünfte und des Lebensstandards arbeiten wie in den letzten 2 Jahren, dann sinkt der weltweite Durchschnitt so kräftig, dass immer mehr Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern ganz ohne Einkommenssteigerung über die 40%-Marke rutschen.

Und auch die US-Amerikaner mit zwischenzeitlich mehr als 47 Millionen Essensmarkenbeziehern arbeiten hart an diesem Ziel. Gemeinsam schaffen wir das.

*an dieser Stelle Applaus und trotzig hochgereckte Fäuste*

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