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13.11.2013

14:36 Uhr

Zinserhöhung möglich

Ende der Niedrigzinsphase in Großbritannien naht

Der britische Arbeitsmarkt hat sich kräftig erholt. Das bietet der Bank von England künftig Spielraum für eine frühere Zinserhöhung. Die Arbeitslosenquote könnte bereits Ende 2014 sinken.

Großbritannien: Die Erholung am Jobmarkt verläuft schneller als erwartet. dpa

Großbritannien: Die Erholung am Jobmarkt verläuft schneller als erwartet.

LondonDie überraschend kräftige Erholung des britischen Arbeitsmarkts bietet der Bank von England (BoE) künftig Spielraum für eine frühere Zinserhöhung. In ihrem am Mittwoch vorgelegten Inflationsbericht hält es die Notenbank für möglich, dass die Arbeitslosenquote bereits Ende 2014 auf sieben Prozent sinkt. Die BoE hat angekündigt, die Zinsen mindestens solange niedrig zu halten, bis diese Marke erreicht ist. Im August hatte die Notenbank damit gerechnet, dass dies noch volle drei Jahren dauern würde. Die Erholung am Jobmarkt verläuft jedoch schneller als erwartet: Die Quote ist nach aktuellen Daten im Sommerquartal bereits auf 7,6 Prozent gesunken - die niedrigste Rate seit dem Frühjahr 2009.

Notenbankchef Mark Carney dämpfte jedoch Erwartungen, die BoE werde nach Erreichen der Zielmarke bei der Arbeitslosigkeit sofort reagieren. Die erwünschte Quote von sieben Prozent sei kein automatischer Auslöser für eine Zinserhöhung, betonte der Kanadier an der Spitze der BoE. „Und wir bieten Haushalten und Firmen die Gewähr, dass wir nicht einen Gedanken daran verschwenden, die Zinsen vor Erreichen der Zielmarke zu verändern“, fügte er hinzu. Die Leitzinsen liegen auf einem Rekordtief von 0,5 Prozent. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass eine Erhöhung Anfang 2015 kommen könnte. Dann werden nach Einschätzung der BoE stabile Preise herrschen, da die Inflationsrate dann auf das von der Notenbank angestrebte Niveau von unter zwei Prozent fallen dürfte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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cronties

13.11.2013, 15:47 Uhr

Wie gut, dass die Briten ihren eigenen Weg gehen können, während der Einheitseuro in den Euroländern alles kaputt macht. Großbritannien ist der Beweis für länderbezogene Währungen, die Auf- und abgewertet werden können. Deutschland hat sich als leistungsstarkes Euro-Mitglied selbst ausverkauft und Vermögen milliardenschwer vernichtet, sprich den Bürgern gestohlen. Das muss den europakritischen Bewegungen in der EU viele Stimmen zur Europawahl bringen. Das Monster Euro und EU ist gescheitert.

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