Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.06.2011

02:47 Uhr

Zu alt

IWF lehnt Fischers Kandidatur ab

Das IWF-Direktorium lehnt die Kandidatur des israelischen Notenbankchefs Stanley Fischer aus Altersgründen ab. Nach der bisherigen IWF-Regelung dürfen Kandidaten nicht älter als 65 Jahre sein.

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde, den Zentralbankchef von Mexiko, Agustin Carstens und den Gouverneur der israelischen Zentralbank, Stanley Fischer. Quelle: dpa

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde, den Zentralbankchef von Mexiko, Agustin Carstens und den Gouverneur der israelischen Zentralbank, Stanley Fischer.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds hat die Kandidatur des israelischen Notenbankchefs Stanley Fischer für den IWF-Chefposten aus Altersgründen überraschend abgelehnt.

Zwei Vertreter des IWF-Direktoriums sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, es habe keine ausreichende Mehrheit für eine Änderung der Statuten gegeben, was Voraussetzung für eine Kandidatur des 67-Jährigen gewesen wäre. Nach den bisherigen IWF-Regeln dürfen Kandidaten nicht älter als 65 Jahre sein.

In einer offiziellen Mitteilung sprach der IWF von zwei Kandidaten, ohne Fischers Namen zu erwähnen. Gegen die französische Finanzministerin Christine Lagarde tritt nun als einziger Gegenkandidat der mexikanische Notenbankchef Agustin Carstens an.

Fischer hatte kurz zuvor noch die Hoffnung geäußert, dass sein Alter keine Rolle bei der Entscheidung des IWF-Direktoriums spielen werde. „Mein Gefühl ist, dass die Altersfrage an dieser Stelle irrelevant ist“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe). Die Altersregelung sei schließlich in den 1970er Jahren eingeführt worden, als die Lebenserwartung noch niedriger gewesen sei als heute. Die Regel erscheine ihm daher „etwas merkwürdig“. Im Rennen um den IWF-Chefposten hatte Lagarde ihren Vorsprung am Wochenende noch einmal ausgebaut: Mit Indonesien stellte sich erstmals ein großes Schwellenland hinter die 55-jährige Juristin, die als erste Frau an die Spitze des Internationalen Währungsfonds vorstoßen könnte. Dort würde sie ihren Landsmann Dominique Strauss-Kahn ersetzen, der über den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung in den USA gestolpert war.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×