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11.01.2010

17:03 Uhr

Zu viel Material

US-Agenten mit Spionage überfordert

Die US-Agenten im Irak kommen mit der Auswertung des Überwachungsmaterials nicht mehr hinterher: Mit unbemannten Flugzeugen wird das Land ständig unter die Lupe genommen, das gewonnene Material ist riesig. 24 Jahre am Stück würde die Sichtung in Anspruch nehmen.

Drohne der USA. dpa

Drohne der USA.

HB WASHINGTON. US-Geheimdienste können das rapide anwachsende Überwachungs-Material aus Drohnen-Einsätzen in Afghanistan und im Irak nicht mehr bewältigen. Die unbemannten Luftfahrzeuge der Air Force haben nach einem Bericht der "New York Times" eine derartige Masse von Videos geliefert, dass es 24 Jahren dauern würde, sie alle hintereinander anzuschauen. Allein im vergangenen Jahr hätten die Drohnen dreimal mehr Videos gesammelt als 2007.

"Die Dienste haben immer noch Probleme damit, aus der Datenfülle schlau zu werden", schreibt das Blatt. Teilweise drohten die Dienste, in der Materialflut geradezu zu ertrinken. Militärs und Geheimdienste seien auf der Suche nach Techniken, das Material schneller und effektiver zu sichten.

Die Schwierigkeiten der Geheimdienste, gesammelte Erkenntnisse und vorliegendes Material rasch und wirkungsvoll auszuwerten, ist seit dem misslungen Flugzeugattentat in Detroit ein Topthema in den USA.

Präsident Barack Obama wirft den Diensten vor, der Anschlag hätte verhindert werden können, wenn die Agenten vorliegende Hinweisen effektiv ausgewertet und richtige Konsequenzen gezogen hätten.

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