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03.02.2005

14:03 Uhr

Zum Abschluss der Israel-Reise

Köhler ruft zur Zusammenarbeit der Kulturen auf

Am dritten Tag seines Staatsbesuches in Israel hat Bundespräsident Horst Köhler zur Zusammenarbeit der Kulturen und Religionen aufgerufen. Bei einem Besuch einer arabisch-jüdischen Begegnungsstätte sagte Köhler am Donnerstag in Haifa: „Sie geben mir Mut, dass es doch möglich ist, in der oft so verwirrten Welt Frieden zu bekommen.“

HB HAIFA. In dem Zentrum warben Vertreter von Juden, Christen und Muslimen für den Modellcharakter ihrer Zusammenarbeit.

Köhler pflanzte als Friedenszeichen einen Olivenbaum und legten in der Hafenstadt einen Kranz an der Stelle nieder, wo vor zwei Jahren ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag in einem Bus 17 Menschen getötet hatte. Sprecher der jüdischen Gemeinde dankten Köhler für seine Rede am Vortag vor der Knesset, bei der er „Scham und Demut“ wegen der Opfer des Holocausts ausgedrückt und einige Sätze auf Hebräisch gesprochen hatte. „Wir haben ihren Mut sehr geschätzt, aus ihrem Herzen zu reden“, sagte ein Redner.

Am Vormittag hatte Köhler am See Genezareth im Norden des Landes die Brotvermehrungskirche und den Berg der Seligpreisung besucht, wo nach christlicher Überlieferung Jesus seine Bergpredigt hielt. Köhler sprach hier von dem „politischen Druck“, den er in den vergangenen Tagen gespürt habe und dass er die „religiöse Dimension“ des Ortes besonders spüre.

Der Bundespräsident besuchte am Nachmittag in Haifa die älteste technische Universität Israels, die 1924 auf Initiative deutsch-jüdischer Wissenschaftler aus Berlin gegründet worden war. Anschließend ließ sich Köhler in einer Tochterfirma des Walldorfer Softwarekonzern SAP über die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Israel informieren.

Köhler beendet an diesem Freitag seinen viertägigen Staatsbesuch in Israel. Die Reise findet aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern statt.

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