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20.02.2017

16:48 Uhr

Zum Besuch des Kanadischen Premiers

Trudeau stärkt Beziehungen

VonGerd Braune

Turbulente Zeiten in den USA fordern starke Beziehungen zwischen Europa und Kanada. Merkel und Trudeau stehen politisch auf einer Seite. Mit Trump müssen sie aber auch zusammenarbeiten. Ein Kommentar.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau und Bundeskanzlerin Angela Merkel verstehen sich sichtlich. dpa

Besuch Kanadas Premier Trudeau in Berlin

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau und Bundeskanzlerin Angela Merkel verstehen sich sichtlich.

Ottowa/BerlinJustin Trudeau absolvierte eine Wirbelwind-Tour. Zwei komplette Tage in Europa, drei Städte – Straßburg, Berlin, Hamburg. Es war eine intensive Arbeitsvisite des kanadischen Premierministers. Sein Besuch im Europäischen Parlament, bei Bundeskanzlerin Angela Merkel und beim Matthiae-Mahl in Hamburg, sollte die transatlantischen Beziehungen zwischen Kanada, Deutschland und der Europäischen Union stärken. Das Ziel dieser Reise wurde erreicht. Für Kanadier wie Europäer haben diese Beziehungen in einer Phase der Unsicherheit aufgrund der Veränderungen in den USA einen sehr hohen Stellenwert.

Die erfahrene Kanzlerin, die als Stabilitätsfaktor in der Welt gilt, und der jüngere kanadische Regierungschef Trudeau setzen auf diese Freundschaft und Partnerschaft in bewegten Zeiten. Bereits zum vierten Mal sind sie nun schon zusammengetroffen. Bei seinem letzten Besuch in Ottawa als US-Vizepräsident hatte Joe Biden es im Dezember vorhergesagt: In den turbulenten Zeiten, die mit dem Amtsantritt von Donald Trump, dem Brexit und den Unsicherheiten über die Entwicklungen in Europa verbunden sind, werden Merkel und Trudeau eine Führungsrolle spielen müssen, wenn es um Offenheit der Gesellschaften und internationale Kooperation geht.

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Insbesondere Justin Trudeaus Besuch in Berlin, sein „Thank you, Angela“ und sein Wunsch, an der Gedächtniskirche in Berlin zusammen mit der Kanzlerin Blumen im Gedenken an die Opfer des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz niederzulegen, zeigen, dass die Beziehungen zwischen den Politikern und zwischen Kanada, Deutschland und Europa mehr sind als ein von Notwendigkeiten bestimmtes Geschäft. Ein kleiner gemeinsamer Spaziergang durch das abendliche Berlin, ein Drink und ein entspanntes, informelles Essen in einem Restaurant – ein besseres Bild für gute freundschaftliche Beziehungen kann es kaum geben. Ottawa und Berlin harmonieren. Das gilt zunächst einmal für Angela Merkel und Justin Trudeau. Es wird aber auch Bestand haben nach der kommenden Bundestagswahl, unabhängig davon, welche der großen Parteien nach der kommenden Bundestagswahl die Regierung in Berlin führt. Nicht ganz so eindeutig ist es mit der EU angesichts der Wahlen in Frankreich und den Niederlanden, die Politiker an die Macht bringen könnte, mit denen die Kanadier noch weniger gemein haben als mit dem Trump.

Kommentare (2)

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20.02.2017, 17:40 Uhr

Die erfahrene Kanzlerin, die als Stabilitätsfaktor in der Welt gilt,........
Wie wahr, die Schäden verursacht durch die Allerbeste und ihre Erfahrung darinn, sind unübertroffen.

Herr Toni Ebert

20.02.2017, 18:41 Uhr

Noch ist Erika Angestellte der Alliierten Kriegsregierung und wenn sie zu frech wird, bekommt die notfalls die SHAEF Beschlüsse noch einmal vorgelesen.

Ich lach mich schlaff, die Erika hat wohl echt gedacht, dass die beschnittenen Glaubensbrüder in den USA noch immer das Sagen haben. sieht aber so aus, dass das Volk dort mitregieren darf.

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