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13.07.2016

23:01 Uhr

Zum Schutz von Botschaft

USA entsenden Soldaten in den Südsudan

Die Truppen sind nach Angaben der US-Regierung für den Kampf ausgerüstet: Die 47 entsandten Soldaten sollen US-Botschaft und -Bürger im Südsudan beschützen. Weitere 130 stehen im ostafrikanischen Dschibuti bereit.

Im UN-Zufluchtscamp in südsudanesischen Juba finden viele Zuflucht: Juba war am Wochenende von heftigen Kämpfen erschüttert worden. AP

Südsudan

Im UN-Zufluchtscamp in südsudanesischen Juba finden viele Zuflucht: Juba war am Wochenende von heftigen Kämpfen erschüttert worden.

WashingtonDie USA entsenden 47 Soldaten zum Schutz ihrer Botschaft und Diplomaten in den afrikanischen Krisenstaat Südsudan. Dies kündigte Präsident Barack Obama in einem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Brief an den Kongress an. Weitere 130 Soldaten stehen demnach im ostafrikanischen Dschibuti für eine mögliche Entsendung in den Südsudan bereit.

Die entsendeten Soldaten seien für den Kampf ausgerüstet, ihre Mission bestehe jedoch darin, US-Bürger und US-Eigentum zu schützen, hieß es in dem Brief Obamas. Im Gegensatz zu Deutschland haben die USA ihre Botschaft in der südsudanesischen Hauptstadt Juba nicht geschlossen.

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Seit dem Montag herrscht im Südsudan eine unischere Waffenruhe, vorausgegangen waren tagelange Kämpfe zwischen Truppen der verfeindeten Doppelspitze des Landes. Die Bundeswehr evakuiert nun die Deutschen im Land.

Die Bundeswehr hatte mit vier Transall-Flügen deutsche und andere Staatsbürger aus dem Land ausgeflogen, darunter nach Angaben des Auswärtigen Amts mit dem letzten Flug am Mittwoch auch die Mitarbeiter der Botschaft.

Juba war am Wochenende von heftigen Kämpfen zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar erschüttert worden. Die Gefechte ließen ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs befürchten, der das Land seit Dezember 2013 zerrissen hat.

Allein am Freitag, dem ersten Tag der Gefechte, wurden laut Regierungsangaben mehr als 300 Menschen getötet. Am Montagabend verständigten sich die Konfliktparteien unter internationalem Druck auf eine Waffenruhe. Seitdem beruhigte sich die Lage in Juba.

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ap

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