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03.10.2015

17:16 Uhr

Zum Tag der deutschen Einheit

Putin warnt vor deutsch-russischer Entfremdung

Während in Deutschland die Wiedervereinigung gefeiert wird, meldet sich Russlands Präsident Putin zu Wort: Er beglückwünschte Bundespräsident Gauck und Bundeskanzlerin Merkel – äußerte sich aber auch sorgenvoll.

Zur deutschen Wiedervereinigung gab es von Russlands Präsident Glückwünsche und mahnende Worte. dpa

Wladimir Putin

Zur deutschen Wiedervereinigung gab es von Russlands Präsident Glückwünsche und mahnende Worte.

BerlinDer russische Präsident Wladimir Putin hat zum Tag der Deutschen Einheit vor einer wachsenden Distanz zwischen den beiden Staaten gewarnt. Angesichts der komplizierten internationalen Lage sei es wichtig, eine Entfremdung nicht zuzulassen, erklärte Putin nach Mitteilung des Präsidialamtes vom Samstag. Demnach schickte er ein Glückwunschtelegramm an seinen Kollegen Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel.

Es seien über Jahre Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit gewachsen. Er sei zuversichtlich, dass diese bestehen blieben, erklärte Putin. „Die Wiedervereinigung Deutschlands vor einem Vierteljahrhundert markierte das Ende des Kalten Krieges in Europa und öffnete ein neues Kapitel in der Geschichte der Beziehungen beider Staaten.“

Ähnlich äußerte sich Ex-Sowjetpräsident Michail Gorbatschow. „Wir sollten das tun, was nach der Wiedervereinigung getan wurde. Das waren musterhafte Beziehungen. Sie bleiben auch heute noch so, wenngleich es auf der Regierungsebene etwas hapert“, sagte der Friedensnobelpreisträger der Agentur Ria Nowosti in Moskau. Gorbatschow (84) gilt als einer der Väter der Deutschen Einheit.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind wegen des Ukraine-Konfliktes und der Annexion der Krim so angespannt wie seit den 80er Jahren nicht mehr. Der Westen wirft Putin unter anderem vor, die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

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