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11.09.2014

16:35 Uhr

Zusammenarbeit

China bei Terrorbekämpfung kooperieren

Auch China sieht sich von islamischen Terroristen bedroht, die aus dem Irak und Syrien heimkehren. Die Volksrepublik will nun stärker bei der internationalen Terrorismusbekämpfung mitarbeiten.

Eine chinesische Landesfahne in Peking vor einem Hochhaus: China fühlt nsich zunehmend von Islamisten bedroht. dpa

Eine chinesische Landesfahne in Peking vor einem Hochhaus: China fühlt nsich zunehmend von Islamisten bedroht.

Peking/DuschanbeChina will bei der Terrorismusbekämpfung stärker mit der Weltgemeinschaft kooperieren. Das gab das chinesische Außenministerium in Peking bekannt. Dabei müsse jedoch das Völkerrecht ebenso geachtet werden wie die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der betroffenen Länder, sagte die Sprecherin Hua Chunying am Donnerstag. US-Präsident Barack Obama hatte zuvor erklärt, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien mit einem internationalen Militärbündnis zerstören zu wollen. Syrien hatte sich daraufhin gegen eine Verletzung seiner Souveränität verwahrt.

Chinesische Terrorismusexperten sehen in aus dem arabischen Raum zurückkehrenden islamistischen Kämpfern ein Sicherheitsrisiko auch für China, Russland und zentralasiatische Staaten. „Diese Menschen haben begonnen, in ihre Heimat zurückzukehren, was eine große Bedrohung für die regionale Sicherheit darstellt“, sagte der Experte Zhang Xinfeng laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

Wie es zum Massaker am Tiananmen-Platz kam

15. April 1989

Der beliebte Reformer Hu Yaobang stirbt. Aus Trauerkundgebungen werden erste politische Proteste. In den folgenden Wochen nimmt die Zahl der Teilnehmer rasch zu.

22. April 1989

Zehntausende Studenten ziehen mit Transparenten auf den Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) in der Nähe des Regierungssitzes.

Mai 1989

Auch in anderen Städten demonstrieren Studenten. Die Teilnehmerzahlen gehen in die Hunderttausende. Staatsmedien verdammen die jungen Leute als Aufrührer. Diese wiederum verleihen ihren Forderungen durch einen Hungerstreik Nachdruck. Sie bauen Zelte auf und bleiben rund um die Uhr dort, um eine Räumung zu verhindern.

19. Mai

KP-Chef Zhao Ziyang versucht mit den Studenten eine Einigung auszuhandeln und scheitert. Zhao selbst wäre zu Reformen bereit; Betonköpfe in der Partei verhindern jedoch einen Kompromiss.

20. Mai

Truppen der Volksbefreiungsarmee erscheinen auf der Straße. Bürger schützen die Studenten, indem sie den Vormarsch blockieren. Die Pekinger Soldaten weigern sich, auf ihre Mitbürger zu schießen.

2. Juni

Nachdem der Militäreinsatz ausgeblieben ist, herrscht auf dem Tiananmen-Platz Partystimmung. Die Führung nutzt die Zeit jedoch, um ahnungslose Einheiten aus entfernten Provinzen in die Hauptstadt zu verlegen. Plötzlich steigt die Nervosität wieder steil an.

3. Juni spätabends bis 4. Juni frühmorgens

Die frischen Truppen führen ihren Befehl aus. Sie schießen sich ihren Weg zum Tiananmen-Platz frei. Mehrere hundert, einigen Quellen zufolge bis zu 2600 Menschen sterben, die meisten von ihnen solidarische Bürger, aber auch viele Unbeteiligte.

1992

Deng Xiaoping reißt das Land durch seine „Südreise“ aus der Lethargie, in die es nach dem Blutbad geraten ist. Er kündigt einen neuen Schub von Wirtschaftsreformen an. Eine neue Generation wächst seitdem im Wohlstand, aber weitgehend unpolitisch auf.

Zhang ist Leiter der regionalen Anti-Terror-Agentur der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). „Jeder Mitgliedsstaat der SCO hat solche Extremisten, die in Syrien und dem Irak kämpfen“, sagte Zhang. Die Behörden hätten die Beobachtung von Rückkehrern aus Asien und Nordafrika und damit verbundenen Internet-Einträgen verschärft. Der SCO gehören neben den führenden Mitgliedern Russland und China die mittelasiatischen Republiken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an. Die Organisation setzt sich für Frieden, Sicherheit und Stabilität in ihrer Region ein.

Am Donnerstag begann die SCO ihr zweitägiges Gipfeltreffen in Duschanbe. Angereist sind auch der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Präsident Xi Jinping. Beide wollten am Rande des Treffens miteinander sprechen. Zudem waren Diskussionen mit den anderen Staatschefs geplant.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Trantow

11.09.2014, 17:36 Uhr

Auch China will etwas positives, nur Deutschland nicht!

Herr Paul Müller

11.09.2014, 18:10 Uhr

"...Dabei müsse jedoch das Völkerrecht ebenso geachtet werden wie die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der betroffenen Länder..."

So sieht es aus!
Das sagt jemand aus China, aus dem Land, wo unsere Regierungsvertreter, die mit obigen Begriffen wie Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität nichts anfangen können, hinfahren, um Menschenrechte anzumahnen...
Verkehrte Welt!
Oder wurde diese Welt bisher nur verkehrt dargestellt? ...

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