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13.10.2014

16:08 Uhr

Zuwanderungsdebatte

Prominente Schweizer fordern Umdenken

Die Kritik lässt nicht nach: Nach der Volksabstimmung im Februar polarisiert das Thema Zuwanderung die Bürger in der Schweiz. Nun haben Schweizer Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu einem Umdenken aufgerufen.

Ein Flaggenwerfer beim elften Alphorn Festival im schweizerischen Nendaz: Die Schweiz diskutiert über Zuwanderer. dpa

Ein Flaggenwerfer beim elften Alphorn Festival im schweizerischen Nendaz: Die Schweiz diskutiert über Zuwanderer.

BernMehr als hundert Schweizer Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft haben zu einem Umdenken in der Debatte über eine Begrenzung der Zuwanderung aufgerufen. Es gehe nach der Volksabstimmung von Februar darum, die negative Einstellung zur europäischen Integration zu verändern, sagte am Montag der Berner Rechtsprofessor und Mitinitiator der Initiative, Thomas Cottier. Unter den 112 Unterzeichnern sind ehemaligen Bundesräte, Richter, Wirtschaftsbosse und der Astronaut Claude Nicollier.

Eine Selbstisolation würde die Schweiz schwächen, erklärte die Organisation auf ihrer Internetseite. Man sei „bestrebt, die wirtschaftlichen und politischen Schäden zu vermeiden, die das Land zu nehmen droht, wenn es fortfährt, die Bande und den Geist der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten infrage zu stellen“.

Umstritten ist in der EU besonders, wie die Schweiz nach dem Volksentscheid die Freizügigkeit beschränken will, ohne gegen die von ihr unterzeichneten Abkommen zur Reisefreiheit und Asylpolitik zu verstoßen. Die Schweiz kündigte vergangene Woche an, darüber demnächst mit der EU zu verhandeln.

Von

dpa

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