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24.09.2014

11:59 Uhr

Zwei Attacken

Waffenruhe in der Ostukraine gebrochen

Die Rebellenhochburg Donezk kommt nicht zur Ruhe: Entgegen der vereinbarten Waffenruhe in der Ostukraine hat es am Dienstag und Mittwoch offenbar erneut zwei Attacken gegeben. Betroffen war ein Wohnblock.

An den Straßen der Rebellenhochburg Donezk liegen Trümmerteile. dpa

An den Straßen der Rebellenhochburg Donezk liegen Trümmerteile.

MoskauDie zwischen prorussischen Separatisten und der Regierung in Kiew vereinbarte Waffenruhe in der Ostukraine ist in der Rebellenhochburg Donezk ein weiteres Mal gebrochen worden. Am Dienstagabend und am frühen Mittwochmorgen habe es zwei Attacken gegeben, berichtete das Büro des Bürgermeisters der Stadt. Bei einem der beiden Angriffe sei eine Mörsergranate in einen Wohnblock eingeschlagen.

Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitierte Rebellenangaben, nach denen dabei zwei Menschen getötet worden seien. Das Bürgermeisterbüro hatte keine Informationen über mögliche Opfer der Angriffe.

Waffen für die Ukraine?

Befürworter

Vor allem die an Russland grenzenden Baltenländer sehen die Ukraine-Krise mit großen Sorgen. Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite hatte sich vor dem EU-Gipfel für Waffenlieferungen an die Ukraine stark gemacht.

Gegner

Dazu dürfte es allerdings nicht kommen, weil die große Mehrheit der EU-Staats- und Regierungschefs dagegen ist. "Ich glaube nicht, dass wir durch Waffenlieferungen auch nur den Anschein erwecken sollten, dass durch eine militärische Verstärkung der ukrainischen Armee eine Lösung zu erreichen wäre", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Säbelrasseln

Die Nato demonstriert weiter Entschlossenheit bei der Verteidigung ihrer östlichen Bündnispartner. An der verstärkten Überwachung des Luftraums über dem Baltikum werden sich ab dieser Woche auch sechs "Eurofighter"-Kampfjets der Bundeswehr beteiligen. Für den Einsatz werden 170 Soldaten der Luftwaffe am Stützpunkt Ämari in Estland stationiert. Litauen, Lettland und Estland haben selbst keine ausreichenden Luftstreitkräfte.

Die Waffenruhe zwischen den Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen hatte seit der Vereinbarung am 5. September über weite Strecken gehalten, wurde aber auch öfters bei vereinzelten Gefechten gebrochen. Bei dem im April ausgebrochenen Konflikt starben bisher nach UN-Angaben mehr als 3500 Menschen.

Beide Parteien hatten sich am vergangenen Wochenende bei Friedensgesprächen im weißrussischen Minsk darauf geeinigt, schwere Artillerie aus den umkämpften Gebieten zurückzuziehen. Auch eine 30 Kilometer breite Pufferzone sollte installiert werden. Sowohl Rebellen als auch Regierung versicherten am Mittwoch, sich an die Abmachungen zu halten.

Angesichts der insgesamt ruhigeren Lage kehren nach russischen Angaben immer mehr vor den Kämpfen geflohene Ukrainer in ihre Heimat zurück. Der Leiter der Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, sprach bei einem Treffen mit ukrainischen Flüchtlingen von einer „heiligen Pflicht“ Russlands, denjenigen zu helfen, die bleiben wollten. Vor allem strukturschwache Regionen des größten Landes der Erde hoffen auf einen Verbleib der Arbeitskräfte.

Kommentare (4)

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Herr Vittorio Queri

24.09.2014, 12:34 Uhr

>> Waffenruhe in der Ostukraine gebrochen <<

In der Ostukraine treiben auch Militärbanden aus nationalistischen Söldnern das Ausschlachten der Zivilbevölkerung weiter.

Auch Söldner aus dem Ausland beugen sich keinen Vereinbarungen im Namen der Ukrainischen Offiziellen ( hier wären insbesondere Brutalitäten der Polnischen Nationalistenschergen zu erwähnen ).

Sie Morden, plündern und Schlachten weiter.

Die eingekreisten Junta-Schlächter auf dem Donetzker Flughafen ballern gegen die Stadt was das Zeug hält und erhalten auch permanenten Nachschub ( auf dem Luftweg ) seitens der ukrainischer Armee.

Eine lesenswerte Analyse der Situation :

http://vineyardsaker.blogspot.ca/2014/09/ukraine-sitrep-september-20-2334.html

Herr Vittorio Queri

24.09.2014, 12:38 Uhr

https://www.freitag.de/autoren/soenke-paulsen/poroschenko-ist-ein-kriegsverbrecher

Herr Omarius M.

24.09.2014, 12:45 Uhr

Haben unsere Politiker toll gemacht...^^

genauso durchdacht wie die die zu schnelle aufnahme nich beitritts fähiger länder.....

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