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01.07.2011

07:48 Uhr

Zweifel an Sex-Vorwürfen

Im Fall Strauss-Kahn bahnt sich Sensation an

Überraschende Wende im Fall Dominique Strauss-Kahn. Die Anklage gegen den Ex-IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung steht vor dem Scheitern. Offenbar gibt es Zweifel an den Aussagen des mutmaßlichen Opfers.

Wende im Fall Strauss-Kahn

Video: Wende im Fall Strauss-Kahn

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New YorkEine mit dem Fall vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, die Glaubwürdigkeit der New Yorker Hotelangestellten stehe infrage. Strauss-Kahn sollte seinem Anwalt zufolge noch am Freitagmorgen vor Gericht erscheinen, um eine Lockerung seines Hausarrests zu beantragen. Sollte die Anklage fallengelassen werden, könnte dies den Weg für ein politisches Comeback des 62-Jährigen in seiner Heimat Frankreich ebnen. Dort galt er bis zu seiner Verhaftung im Mai als Hoffnungsträger der Sozialisten für die Präsidentenwahl.

Die „New York Times“ berichtete von einem aufgezeichneten Telefongespräch der 32-jährigen Frau aus Guinea, in dem sie die finanziellen Vorteile einer Beschuldigung Strauss-Kahns erörtert haben soll. Das Gespräch führte die Putzfrau demnach mit einem inhaftierten Mann kurze Zeit nachdem es nach ihren Angaben zu der Vergewaltigung gekommen sein soll. Strauss-Kahn hat die Vorwürfe einer Vergewaltigung vehement zurückgewiesen, seine Anwälte sprechen von einvernehmlichem Sex.

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Justizkreise weiter, gerichtsmedizinische Beweise belegten zwar sexuelle Kontakte zwischen Strauss-Kahn und der Putzfrau. An ihrer Darstellung einer Vergewaltigung seien aber Zweifel aufgekommen. Auch habe die Frau in der Vergangenheit wiederholt gelogen - unter anderem im Zusammenhang mit ihrem Asylantrag - und habe möglicherweise Verbindungen zur Kriminalität. Die Anwälte Strauss-Kahns und die Ankläger hätten sich am Donnerstag getroffen und berieten nun darüber, ob die Verbrechens-Vorwürfe gegen den ehemaligen IWF-Chef fallengelassen werden sollten.

Strauss-Kahns Anwalt, Benjamin Brafman, sagte, sein Mandant werde am Freitag um 11:30 Uhr (17:30 MESZ) vor Gericht erscheinen. Die „New York Times“ berichtete, eine Entlassung aus dem Hausarrest sei möglich. Das deute darauf hin, dass ernsthafte Vorwürfe gegen ihn keinen Bestand hätten.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Kalle

01.07.2011, 09:15 Uhr

Das war doch von vornherein klar, dass so viel Geld und Macht Mittel und Wege finden, um die Frau unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Er wird es auch schaffen, sich wie Berlusconi und Co. wieder in ein politisches Spitzenamt zu mogeln. Wie verkommen ist doch diese Welt.

KrischanderGetuerkte

01.07.2011, 09:22 Uhr

Seine Nachfolgerin im IWF ist gewählt. Von DSK geht keine Gefahr mehr für die Kredite an Griechenland mehr aus und damit auch keine Gefahr mehr für amerikanische und französische Banken. Warum solle man ihn weiter strafbarer Handlungen beschuldigen? Der Clown hat seine Arbeit getan, der Clown kann gehen. (Begriffskorrektur an Schiller wegen politisch unkorrekter evtl rassistischer Aussage durchgeführt)

hamp

01.07.2011, 10:18 Uhr

es ist kein zufall das das alles genau jetzt passiert...mitten in eine ubernahme versuch von ganze staaten durch gross banker und korrupte politiker wird eine der haupt persohnen 'verhaftet' und ausser gefecht gebracht..

auch die ganze attacken durch die medien als diese story erst erschienen ist..er war sofort für 'schuldig' gehalten von alle seiten...sowas passiert nicht zufällig..

was im moment ablauft ist einen putsch uber mehrere staaten in europa..es ist ein krieg...und in einen krieg ist es normal das bestimmte leute aus dem weg geraumt werden..

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