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21.12.2012

10:03 Uhr

Zypern herabgestuft

EZB sieht noch keinen Grund für Schuldenschnitt

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Zyperns um zwei Stufen gesenkt. Die IWF denkt bereits an einen Schuldenschnitt für das Land und erntet dafür Widerspruch von der Europäischen Zentralbank.

Angespannt ist die Lage in Zypern, wie hier vor dem Parlament in Nikosia. dpa

Angespannt ist die Lage in Zypern, wie hier vor dem Parlament in Nikosia.

New YorkTrotz der Finanzkrise in Zypern sieht die Europäische Zentralbank (EZB) noch keinen Grund für einen Schuldenschnitt für das hochverschuldete Land. „Für Zypern stellt sich derzeit noch nicht die Frage, ob ein Schuldenschnitt erforderlich ist", sagte das EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen im ARD-Morgenmagazin. Es sei aber jetzt bereits absehbar, dass der Schuldenstand so weit steigen werde, dass „er nicht tragbar sein wird".

Es müssten Maßnahmen geprüft werden, um die Staatsverschuldung wieder auf ein tragbares Niveau zu senken, sagte Asmussen. Es müssten „Haushaltsüberschüsse über Jahre erzielt werden und wahrscheinlich umfangreich privatisiert" werden. Die zentrale Frage sei, wie „man das Land wieder auf einen Pfad bringen kann, dass es wachsen kann. Dafür ist der Bankensektor zu groß. Er wird schrumpfen müssen", sagte Asmussen. Zudem müsse es ein umfangreiches Reformprogramm geben.

Auch der zyprische Präsident Dimitris Christofias hat einen Schuldenschnitt für das hochverschuldete Land ausgeschlossen. „Zypern wird dem nicht zustimmen“, sagte Christofias im zyprischen Rundfunk (RIK) am Freitag. Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll laut Medienberichten einen Schuldenschnitt für Zypern gefordert haben. Nur dann werde er sich an einem Hilfspaket beteiligen.

Hilfspaket: IWF ruft nach Schuldenschnitt für Zypern

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte im ARD-Morgenmagazin, für Zypern gebe es Hilfsmechanismen, „wenn Zypern diese will und beantragt". Dies setze aber voraus, dass Zypern „wirklich ernsthaft" Reformen umsetze. „Da sind mit Sicherheit noch weitere erhebliche Schritte notwendig: echter Sparhaushalt, echte Strukturreformen. Und wenn Zypern bereit ist, diesen Weg zu gehen, dann ist Europa auch bereit zu helfen", sagte Westerwelle.

Auch nach Ansicht des scheidenden Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker gehört ein Schuldenschnitt für Zypern nicht zu den prioritär zu nutzenden Instrumenten für das Land. „Ich möchte das meinerseits auch ausschließen", sagte Juncker am Freitag im Deutschlandfunk. Es sei ungesund, darüber zu spekulieren. Griechenland sei eine Ausnahme gewesen, ergänzte Juncker. „Wir haben nicht gesagt alle griechisch-sprachigen Länder, wir haben gesagt Griechenland." Zugleich gab er zu, dass es schwierig sei, dem Steuerzahler zu erklären, dass ein weiteres Land gerettet werden müsse. Dies sei bei jedem Programm nicht einfach gewesen, in der Causa Zypern sei es noch schwieriger.

Unterdessen hat die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Zyperns erneut um zwei Stufen gesenkt. Die Bonitätsnote sei von „B“ auf „CCC+“ reduziert worden, teilte S&P in der Nacht zu Freitag mit. Zuletzt hatte die US-Ratingagentur die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes Mitte Oktober gleich um drei Stufen gesenkt.

Kommentare (6)

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21.12.2012, 08:18 Uhr

Die serbische Mafia, russische Schwarzgelder, Kohle Bauruinenmillionen aus Kroatien und Montenegro... Rettung aber avanti!!!

Account gelöscht!

21.12.2012, 08:36 Uhr

13,7% Arbeitslosigkeit. Das ist doch alles lächerlich, das sind Vorstellungen aus vermieften Amtsstuben deutscher Arbeitslosenämter, und Verdummung aus vollklimatisierten Brüsseler Ausbeutungsclubs.

In Zypern gibt es keine Arbeit, keine Arbeitslosigkeit, sondern jeder macht einfach seinen Kram und sieht zu, wo er bleibt. Sowenig wie es 100% Arbeitslosigkeit im Kongo oder in Somalia gibt.

Rettungswahnsinn

21.12.2012, 08:37 Uhr

Scheitert Zypern, dann scheitert der Euro und Europa wird untergehen....

Auf geht´s Angela, pump die nächsten Milliarden in ein bodenloses Fass!!

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