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22.02.2014

02:59 Uhr

Zypern

Koalitionspartner erwägt Ausstieg

In Zypern droht nach der Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen ein Rückschlag. Der zyprische Koalitionspartner von Präsident Nikos Anastasiades denkt darüber nach, die Regierung zu verlassen.

Der zyprische Staatspräsident Nicos Anastasiades: Der ungelöste Zypern-Streit belastet auch die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU. ap

Der zyprische Staatspräsident Nicos Anastasiades: Der ungelöste Zypern-Streit belastet auch die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU.

NikosiaZypern droht nach der Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit dem türkischen Teil eine Regierungsumbildung. Der Koalitionspartner von Präsident Nikos Anastasiades, die Demokratische Partei, erwägt, die Regierung zu verlassen.

Der Zentralausschuss werde am 26. Februar eine entsprechende Empfehlung von Mitgliedern des Parteipräsidiums beratschlagen, sagte eine Sprecherin der Partei, die vier Minister im elfköpfigen Kabinett stellt, am Samstag. „Es gibt viele wichtige Zugeständnisse, die die türkische Seite bereits erreicht hat noch bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen haben“, hieß es in einer Mitteilung des Zentralausschusses.

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Mitte Februar war nach anderthalbjährigem Stillstand Bewegung in die Friedensverhandlungen gekommen. Die beiden Seiten vereinbarten, an einem neuen System zur Bildung einer Föderation zu arbeiten. Ziel ist die Schaffung unabhängiger Verwaltungen in beiden Landesteilen, aber einer gemeinsamen Außenvertretung.

Zypern ist seit 1974 geteilt. Als Reaktion auf einen von der damaligen griechischen Militärjunta unterstützten Putsch landeten türkische Truppen im Norden der Insel. Der 1983 dort etablierte Staat ist international nicht anerkannt. Die Republik Zypern ist Mitglied der EU und der Euro-Zone. Der ungelöste Zypern-Streit belastet auch die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU.

Von

rtr

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