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25.03.2013

14:44 Uhr

Zypern-Krise

Putin unterstützt EU-Kommission

Moskau kommt dem EU-Inselstaat Zypern bei der Lösung seiner Finanzkrise offenbar doch entgegen. Präsident Putin ordnet die Unterstützung an - dabei war seine Regierung skeptisch.

Greift jetzt doch bei der Zypern-Rettung ein: Der russische Präsident Wladimir Putin. Reuters

Greift jetzt doch bei der Zypern-Rettung ein: Der russische Präsident Wladimir Putin.

MoskauRussland will nun doch einen Beitrag zur Rettung des EU-Krisenstaates Zypern leisten. Kremlchef Wladimir Putin habe die Regierung angewiesen, die Bemühungen der Eurogruppe zu unterstützen. Das sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Montag nach Angaben der Agentur Interfax.

Dabei geht es um eine Umstrukturierung des 2011 ausgezahlten Kredits von 2,5 Milliarden Euro. Zypern hatte beantragt, die Rückzahlung von viereinhalb auf fünf Jahre zu strecken sowie den Zinssatz von 4,5 Prozent deutlich zu senken. In der vergangenen Woche hatte Russland eigene Hilfen von einer vorherigen Einigung auf eine Rettung innerhalb der EU abhängig gemacht.

„Präsident Putin hält es für möglich, die Anstrengungen des zyprischen Präsidenten und auch der EU-Kommission zu unterstützen“, sagte Peskow. Ziel müsse sein, die Krise in der Wirtschaft und im Bankensystem des Inselstaates zu überwinden. Der Regierung liegen nach eigenen Angaben keine Informationen darüber vor, wie hoch der Schaden für russische Spareinlagen auf Zypern ist. Nach Schätzungen lagern mehrere Milliarden Euro aus Russland und der Ukraine auf Konten des EU-Inselstaates.

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Die Euro-Länder stützen Zypern mit zehn Milliarden Euro. Im Gegenzug muss der Inselstaat harte Auflagen akzeptieren. Frankreichs Finanzminister weist Schuldzuweisungen aus Zypern brüsk zurück.

Kurz vor Putins Ankündigung hatte sich die russische Regierung noch zurückhaltend gezeigt. Zunächst müsse geklärt werden, „was aus dieser ganzen Geschichte wird und welche Folgen für das internationale Finanz- und Währungssystem und auch für unsere Interessen entstehen“, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew.

Vizeregierungschef Igor Schuwalow warnte, die Zypernkrise könne negative Auswirkungen auf die Stabilität der Eurozone haben. Diese Frage beunruhige auch Russland mit seiner exportorientierten Wirtschaft. Das größte Land der Erde hat etwa 40 Prozent seiner Reserven in Euro angelegt.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Vicario

25.03.2013, 15:13 Uhr

Zitat : Dabei geht es um eine Umstrukturierung des 2011 ausgezahlten Kredits von 2,5 Milliarden Euro. Zypern hatte beantragt, die Rückzahlung von viereinhalb auf fünf Jahre zu strecken sowie den Zinssatz von 4,5 Prozent deutlich zu senken.


Das ist wohl weniger Hilfe, als mehr eine Selbsthilfe ?

Hier spielt Putin ein Cleverle und rettet seine Mrd., mit einer Pleite Zyperns wären diese nämlich futsch....!


So geht Finanzdurchblick heute..........

Chefdiplomat

25.03.2013, 15:22 Uhr

Wann sind denn eigentlich die Beitrittsverhandlungen Russlands abgeschlossen?

Account gelöscht!

25.03.2013, 15:42 Uhr

Und wlchen Preis muß Zypern dafür zahlen? Oder gar die gesamte EU?
Putin macht nichts umsonst

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