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23.03.2014

15:50 Uhr

Zyprischer Finanzminister

„Wir haben die Talsohle erreicht“

ExklusivCharis Georiadis, Finanzminister Zyperns, sieht erste Anzeichen für eine Rückkehr zum Wachstum: Die finanzpolitische Entwicklung der Kriseninsel sei „besser als erwartet“. Neuerliche Hilfen schließt er aus.

„Wir sind aus der Gefahrenzone heraus“, sagte Charis Georgiadis in einem Interview mit dem Handelsblatt. dpa

„Wir sind aus der Gefahrenzone heraus“, sagte Charis Georgiadis in einem Interview mit dem Handelsblatt.

NikosiaZyperns Finanzminister Charis Georgiadis sieht die Kriseninsel, die noch vor einem Jahr am Abgrund der Staatspleite stand, auf einem guten Weg: „Wir sind aus der Gefahrenzone heraus“, sagte Georgiadis in einem Interview mit dem Handelsblatt (Montagausgabe). Ende März 2013 hatten Europäische Union und Internationaler Währungsfonds ein zehn Milliarden Euro umfassendes Rettungspaket für Zypern geschnürt. Die Kredite werden in mehreren Raten bis 2016 ausgezahlt. Im zurückliegenden Jahr habe Zypern „einen langen Weg zurückgelegt und enorme Fortschritte erzielt“, sagte Georgiadis.

Das bestätige kürzlich auch die Troika, die in ihrem jüngsten Prüfbericht attestiert, die finanzpolitische Entwicklung sei „besser als erwartet“. Nach den Worten von Georgiadis hat die Regierung bei der Haushaltskonsolidierung „die meisten Ziele sogar übertroffen“. Auch die Rezession fiel weniger krass aus als erwartet. „Wir haben die Talsohle erreicht, im nächsten Jahr werden wir die ersten Anzeichen einer Rückkehr zum Wachstum sehen.“

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Auch die Lage der zyprischen Banken, die im vergangenen Jahr mit einer Zwangsabgabe auf ungesicherte Einlagen rekapitalisiert wurden, habe sich stabilisiert. Als große Herausforderung bezeichnete Georgiadis den hohen Anteil der notleidenden Kredite im Bankensektor. Zusätzlichen Kapitalbedarf für die Institute sieht der Minister jedoch nicht. Neuerliche Hilfen schließt er aus.

Nachdem die im März 2013 erlassenen Kapitalrestriktionen, die einen befürchteten Bank-run verhindern sollten, bereits zum großen Teil gelockert wurden, sollen die verbleibenden Beschränkungen für den internen Zahlungsverkehr bis zum Frühjahr aufgehoben werden, sagte Georgiadis weiter. Die Kontrollen für Auslandsüberweisungen bleiben aber vorerst in Kraft.

Von

ghoe

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.03.2014, 17:00 Uhr

GR schloß auch Hilfen aus, um nun einen Schuldenschnitt zu fordern. hahaha

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